Seit vier Jahren steht Sascha Riether beim ​FC Schalke 04 unter Vertrag, doch gespielt hat er für Königsblau nur selten. Sein letzter Einsatz datiert vom 20. Mai 2017, am heutigen Samstag beendet der 36-Jährige endgültig seine Karriere. Im Interview mit Bild offenbarte er, noch keine exakten Pläne für die Zeit danach in der Hinterhand zu haben, ein Verbleib auf Schalke könne er sich allerdings vorstellen.


Das Auf und Ab der vergangenen Jahre erlebte Riether meist nur von der Tribüne aus. Während der Rechtsverteidiger unter André Breitenreiter immerhin 17 Mal in der Bundesliga zum Einsatz kam, wurde er von dessen Nachfolger Markus Weinzierl aussortiert, auch unter Domenico Tedesco spielte er keine Rolle. Zwei Jahre nach seinem letzten Bundesligaspiel will Riether, der zuletzt an einem Innenbandriss im Knie litt, im Saisonfinale gegen den VfB Stuttgart noch einmal vor heimischer Kulisse auflaufen, ein Einsatz ist derzeit aber noch ungewiss.


"Ich versuche alles, dass es klappt. Für ein paar Minuten wird es hoffentlich gehen. Und wenn man mich betäuben muss", so der Routinier, der sich ein versöhnliches Ende einer turbulenten Saison wünscht: "Ich hoffe, dass es am Samstag ein schöner Abschluss wird und wir den Fans nochmal einen Sieg schenken können."

Sascha Riether

      Nach langer Abstinenz will Sascha Riether noch einmal den Bundesliga-Rasen betreten.


Trotz der geringen Spielzeit habe er die Jahre auf Schalke "sehr genossen", schließlich sei es "ein besonderer Verein. Ich bin jeden Tag mit großer Freude aufs Gelände gefahren." Nach der "harten" Saison hofft er auf die Trendwende, wenn der Verein mit Trainer David Wagner, Sportvorstand Jochen Schneider sowie einem neuen Kaderplaner und einem ​Sportdirektor schon bald die Weichen für die kommende Saison stellt: "Ich drücke die Daumen, dass die Fans und der Verein im kommenden Jahr wieder mehr positive Erlebnisse haben werden", so Riether, der dem Fußball wohl auch nach seiner aktiven Karriere erhalten bleiben wird. 


Konkrete Zukunftspläne habe er keine, eine Laufbahn als Trainer sei denkbar. Auch, dass er S04 erhalten bleiben wird, könne er sich durchaus vorstellen: "Auf jeden Fall! Ich habe das mit Huub Stevens und Jochen Schneider auch schon mal thematisiert. Wir bleiben da auch sicherlich im Austausch." Zunächst aber wird Riether die erste Zeit nach seinem Karriereende genießen, ehe er sich in neue Herausforderungen stürzt.