Seit seinem Wechsel im Sommer 2014 durchlief Adam Szalai bei der ​TSG 1899 Hoffenheim einige Höhen, aber auch Tiefen. Nachdem der Angreifer zwischenzeitlich sogar verliehen worden war, mauserte er sich in dieser Saison zu einem echten Stammspieler. Seine viele Einsatzzeiten resultierten nun angeblich in einer automatischen Verlängerung seines Vertrages.​


Bislang wäre das Arbeitspapier in diesem Sommer ausgelaufen. Wie die BILD in Erfahrung gebracht hat, wurde in dem Kontrakt des 31-jährigen Mittelstürmers einst jedoch eine Sonderklausel integriert, die nun zur Anwendung kam. So war eine Ausweitung der Zusammenarbeit angeblich an eine Mindestanzahl von Pflichtspielen gekoppelt. Satte 36 Pflichtspiele in dieser Saison bedingten dem Bericht zufolge nun eine automatische Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr. Eine Bestätigung seitens der TSG-Bosse steht aber noch aus.

Adam Szalai

2016 wurde Szalai für ein halbes Jahr an Hannover 96 ausgeliehen



Wer die Irrungen und Wirrungen des Transfermarktes auch nur rudimentär kennt, weiß ohnehin, dass diese Verlängerung nicht mit einem tatsächlichen Verbleib des 54-fachen ungarischen Nationalspielers einhergehen muss. So ist aus dem Umfeld der Kraichgauer zu hören, dass man Zweifel daran hegt, ob der robuste Mittelstürmer auch in Zukunft zu dem aufstrebenden Klub aus Sinsheim passen wird.


Mit Cheftrainer ​Julian Nagelsmann, der ab der kommenden Spielzeit bekanntlich die Geschicke von RB Leipzig leiten wird, verliert Szalai seinen größten Förderer in Hoffenheim. Wie bei so vielen seiner Teamkollegen war es dem empathischen Fußballlehrer auch bei Szalai gelungen, das Optimale aus ihm herauszukitzeln. Ob auch dessen Nachfolger ​Alfred Schreuder so viel Fingerspitzengefühl an den Tag legen wird und ob das Spielsystem des 46-Jährigen überhaupt eine zu Szalai passende Rolle vorsieht, bleibt abzuwarten.

Adam Szalai,Julian Nagelsmann

Nagelsmann war von den Qualitäten seines Mittelstürmers stets überzeugt



Dabei kann der 1,93-Meter-Schlaks nur darauf hoffen, dass Schreuder nicht nur die nackten Zahlen in dieser Saison als Bewertungsgrundlage nimmt. Lediglich sechs Treffer bei 36 Pflichtspieleinsätzen sind schließlich nicht gerade beeindruckend. Der Wert des Mittelstürmers als erfahrener Führungsspieler und Persönlichkeit die auch in kritischen Phasen vorangehen kann, ist aber nicht zu unterschätzen.


Sollte man sich in Hoffenheim dennoch gegen eine weitere Zusammenarbeit entscheiden, dürften sich für den routinierten Stürmer aller Voraussicht nach relativ rasch mögliche Abnehmer finden lassen. So wurde er in der vergangenen Transferperiode bereits mit Klubs wie dem VfB Stuttgart und ​mehreren türkischen Spitzenklubs, darunter auch ​Galatasaray Istanbul, in Verbindung gebracht.