​Während es für die Gäste aus Leverkusen beim Heimspiel von Hertha BSC am Samstagnachmittag noch um den Einzug ins internationale Geschäft geht, wollen die Gastgeber ihrem scheidenden Cheftrainer ​Pal Dardai mit einer guten Leistung die letzte Ehre erweisen. Verzichten muss der ungarische Fußballtrainer dabei definitiv auf seinen Innenverteidiger ​Niklas Stark.


Der 24-jährige Abwehrspieler hatte sich am 30. Spieltag beim Heimspiel gegen Hannover 96 den Knöchel angebrochen und das Außenband im Sprunggelenk angerissen. Die darauffolgenden drei Spiele musste der ehrgeizige Nationalsspieler daraufhin allesamt aussetzen. Seine Vertreter in der Abwehrzentrale machten aber auch in dessen Abwesenheit einen ordentlichen Job und trugen ihren Teil zu den Punktgewinnen der letzten Wochen bei.

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Vor seiner Verletzung war Niklas Stark in der Innenverteidigung absolut gesetzt



Spätestens beim knappen 4:3-Erfolge gegen den FC Augsburg am vergangenen Spieltag wurde der 1,90-Meter-Hüne dann aber doch schmerzlich vermisst. Umso erfreulicher war daher die Nachricht am vergangenen Mittwoch, dass Stark wieder ins Mannschaftstraining der Herthaner zurückgekehrt ist. Auch der Spieler selbst wirkte äußerst zuversichtlich hinsichtlich eines Einsatzes beim Saisonfinale und hoffte laut dem kicker darauf, zumindest für  "ein paar Minuten" auf dem Rasen stehen zu können.


Bereits am Freitagabend zerplatzen aber die Hoffnungen der Hertha-Sympathisanten. Bei einem Blick auf den veröffentlichten Kader für das Leverkusen-Spiel suchte man nämlich vergeblich nach dem Namen des gebürtigen Bayers. Offenbar reichten drei Trainingseinheiten mit der Mannschaft nicht aus, um Dardai davon zu überzeugen, auf Stark zu setzen.

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Valentino Lazaro meldete sich rechtzeitig wieder fit



Auch wenn Stark selbst dem Vernehmen nach darauf gehofft hatte, sich durch einige Spielminuten im Vorfeld der kommenden EM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft ins Bewusstsein von Bundestrainer Jogi Löw zu drängen, wäre am Ende Niemanden mit einer womöglich voreiligen Rückkehr auf den Rasen gedient gewesen. Zumal das Spiel rein tabellarisch für den Hauptstadtklub keinerlei Relevanz hat.


Eine gute Erkenntnis lieferte die Betrachtung der Kaderliste aber dann doch noch. So wird Außenverteidiger ​Valentino Lazaro, wie zu erwarten war, gegen den Europapokalaspiranten wieder an Bord sein. Der 23-jährige Österreicher hatte sich beim Spiel gegen die Fuggerstädter eine Fleischwunde auf dem Spann seines rechten Fußes zugezogen, konnte jedoch am Donnerstag wieder ins Teamtraining einsteigen.