Nationalspieler Leroy Sane wünscht sich eine größere Rolle bei ​Manchester City. Dieser Umstand hat offenbar den ​FC Bayern München auf den Plan gerufen, Gespräche mit Sane aufzunehmen. Was ist an dem Gerücht dran?


Wie die schottische Boulevardzeitung Daily Record berichtet, beschäftigt man sich bei Manchester City angesichts auf Eis liegender Vertragsverhandlungen mit einen Verkauf des deutschen Nationalspielers. Sane, der noch bis 2021 an die Skyblues gebunden ist, hat demnach bisher mehrere Vertragsangebote abgelehnt. Daher hat der FC Bayern München bereits Kontakt mit dem Berater von Sane aufgenommen. City-Sportdirektor Txiki Begiristain hat seinen Freunden bereits anvertraut, dass man den Offensivspieler vielleicht im Sommer abgeben müsse. 


Im Hinblick auf die brisante Personalie ist eine Einordnung des Gerüchts vonnöten: Die schottische Zeitung Daily Record ist bisher nicht auffallend und aktiv im Fußball aufgetaucht. Des Weiteren handelt es sich um ein Boulevardblatt, welchem man mit Skepsis und Misstrauen gegenübertreten muss. 


Stand er auf dem Platz, hat Sane in dieser Saison meist geglänzt. Nicht zuletzt sein Tor beim 2:1-Sieg gegen den FC Liverpool oder sein überragender Freistoßtreffer im Champions-League-Hinspiel auf Schalke (3:2) bleiben in Erinnerung. Dank 16 Toren und 18 Vorlagen in 46 Pflichtspielen kommt er auf ähnliche Werte wie in der Vorsaison (14 Tore, 19 Vorlagen in 49 Spielen), als er zum besten jungen Spieler der Premier League gewählt wurde. 

ManCitys Luxussorgen 


Aber Manchester City hat Luxusprobleme im offensiven Mittelfeld: Raheem Sterling, Riyad Mahrez, Bernardo Silva und Sane balgen sich allesamt um die Stammplätze. Dies ist der Grund, weshalb Trainer Pep Guardiola Sane in wichtigen Spielen häufig lange auf der Bank schmoren ließ. In beiden Partien gegen Tottenham Hotspur im Viertelfinale der Champions League wurde Sane erst innerhalb der letzten zehn Minuten eingewechselt. In zehn Spielen in der Königsklasse stand er nur viermal in der Startelf. In der Premier League durfte er immerhin 21 Mal von Beginn ran. 


Und was ist, wenn Sane mit City nicht in der Königsklasse spielen darf? Nach neusten Ermittlungen des Spiegel ​könnte Manchester aufgrund von Verstößen gegen Regeln des Financial Fair Plays (FFP) aus der Champions League für mindestens eine Saison ausgeschlossen werden. Man sollte jedoch aus der Vergangenheit wissen, dass meist eher kleinere Vereine infolge von FFP-Verstößen belangt werden und für finanzstarke Spitzenklubs "Sonderregeln" gelten. 


Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Sane-Gerücht auf einer fragwürdigen Quelle fußt. Auch wenn der 23-Jährige womöglich mit seiner Rolle nicht einverstanden ist, muss sich erst zeigen, ob andere Medienberichte in denselben Tenor einstimmen wie der Daily Record