Nach zwei eher dürftigen Jahren bei ​Paris St. Germain kehrte Kevin Trapp im vergangenen Sommer zu ​Eintracht Frankfurt zurück. Der Ex-Kapitän war prompt nach seiner Rückkehr die klare Nummer eins, die Verantwortlichen wollen den 28-Jährigen um jeden Preis halten. Wie Christian Falk, Fußball-Chef der Sport Bild, nun meldet, droht die Liaison jedoch nach nur einem Jahr wieder zu Ende zu gehen.


​42 Spiele absolvierte Trapp, der bereits von 2012 bis 2015 bei den Hessen unter Vertrag stand, in der laufenden Saison, zwölf Mal blieb er dabei ohne Gegentor. Am vergangenen Donnerstag bewahrte er die Mannschaft gegen den FC Chelsea im zweiten Durchgang vor einer Niederlage und sorgte dafür, dass der Verein nach dem 1:1 im Hinspiel weiterhin alle Chancen auf den Einzug in das Europa-League-Finale am 29. Mai hat. 


Schon früh in dieser Saison stellte er seinen enormen Stellenwert unter Beweis, nachdem Frederik Rönnow, der als eigentlicher Ersatz für den zu Bayer Leverkusen abgewanderten Lukas Hradecky verpflichtet wurde, einen unglücklichen Start erlebte. Seit Monaten sprechen sich die Verantwortlichen für einen festen Verbleib aus, ​und auch Trapp selbst erklärte kürzlich gegenüber Hit Radio FFH: "Natürlich weiß jeder, dass ich mich hier sehr wohlfühle und dass es hier für mich sehr wichtig ist. Gar keine Frage." Es gebe "nur positive Argumente" für eine endgültige Rückkehr, Trapp wisse nicht, "was dagegen spricht." Wenn man den Worten von Christian Falk glauben darf, ist die Führungsetage von Paris St. Germain anderer Meinung.


Buffon angeblich ohne Zukunft


Der französische Serienmeister, bei dem Trapp unter Ex-Trainer Unai Emery zur Nummer zwei degradiert wurde und in der abgelaufenen Saison gerade einmal 14 Pflichtspiele absolvierte, plane demnach ohne Gianluigi Buffon. Der 41-Jährige kam im vergangenen Sommer ablösefrei von Juventus Turin, allerdings konnte sich auch in diesem Jahr Konkurrent Alphonse Areola durchsetzen. 

In seinem bis zum 30. Juni dieses Jahres gültigen Vertrag besitzt Buffon eine beidseitige Option, das Arbeitspapier um ein Jahr auszudehnen - die Pariser sollen demnach aber keinen Gebrauch davon machen. Demzufolge würde der Verein einen neuen Torhüter benötigen, Nachwuchs-Keeper Sébastien Cibois gilt nicht als ernsthafter Konkurrent für Areola.


Kostenfreie Alternative Trapp


In den vergangenen Jahren wurde Jan Oblak immer wieder mit PSG in Verbindung gebracht. Nach seiner ​Vertragsverlängerung bis 2023 erscheint ein Wechsel allerdings unwahrscheinlich, zumal Paris wegen drohender Sanktionen aufgrund von Verstößen gegen das Financial Fair Play ohne Spielerverkäufe wohl kaum in solch einem Maße investieren kann wie sonst üblich.


Mit Trapp würde ein Torhüter zurückkehren, der sein Können sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene unter Beweis gestellt hat. In der Europa League blieb Trapp in vier von elf Spielen ohne Gegentor, zudem stand er bereits in der Saison 2015/16 in der Champions League zwischen den Pfosten.

Kevin Trapp

  Muss Trapp nach nur einem Jahr wieder nach Paris zurückkehren?


Für den Fall, dass er für die Eintracht nicht zu halten ist, haben die Verantwortlichen bereits einen Plan B in der Hinterhand. Wie Sportdirektor Bruno Hübner im Januar gegenüber Bild erklärte, soll dann Frederik Rönnow endgültig zur Nummer eins aufsteigen: "Er hat jetzt gezeigt, nachdem er die Verletzung auskuriert hat, dass er ein wirklich guter Torwart ist. Menschlich und von der Qualität her traue ich ihm zu, in die Rolle von Kevin Trapp zu schlüpfen", lobte Hübner den 26-Jährigen.