Marco Reus droht nach seiner Roten Karten im Derby gegen den ​FC Schalke 04 weiteres Ungemach. Der Stürmer war mit der Mannschaft nach Bremen gefahren, um das Team vor Ort von der Bank aus zu unterstützen. Das könnte jedoch nun eine weitere Strafe nach sich ziehen.


Das 2:2 bei ​Werder Bremen hat den Titel wohl vorzeitig entschieden, leider zu Ungunsten von ​Borussia Dortmund aus schwarz-gelber Sicht. Denn mit dem Punktverlust ist der Vorsprung auf den Erzrivalen aus München nun zwei Spieltage vor Schluss auf vier Zähler angewachsen - schwer vorstellbar, dass der Rekordmeister im Saisonfinale so viele Punkte liegen lässt.


Doch dem BVB und speziell Marco Reus droht weiteres Unheil. Wie die Bild-Zeitung am heutigen Montag erklärte, wird der DFB erneut gegen den Angreifer ermitteln. Denn Reus war nicht nur mit in Bremen, er saß auch neben der Ersatzbank der Mannschaft. Ein Umstand, der ihm als gesperrter Spieler untersagt ist. 


Denn in den Statuten heißt es: „Auf der Ersatzspielerbank an der Seitenlinie dürfen nur das technische und medizinische Personal sowie alle Auswechselspieler Platz nehmen (insgesamt höchstens 15 Personen). Die Namen und Funktionen aller Personen, die auf der Ersatzspielerbank sitzen, müssen auf dem Spielberichtsformular aufgeführt sein. Nicht auf der Ersatzspielerbank Platz nehmen dürfen Personen, denen durch Entscheidung der Rechtsorgane des DFB (…) als Spieler eine Sperre auferlegt worden ist.“

Reus aber bekam nach dem Spiel gegen Schalke eben jene Sperre von zwei Spielen aufgebrummt. Auch dazu gibt es eine Regelung, die wie folgt lautet: „Zuwiderhandlungen sind vom Schiedsrichter zu unterbinden und können von den Rechtsinstanzen geahndet werden. Die am Spiel beteiligten Vereine haften neben den Mannschaftsbetreuern für deren Fehlverhalten sportstrafrechtlich.“


Vom Kontrollausschuss ist bereits eine Stellungnahme des Vereins sowie von Reus eingefordert worden, danach wird das Strafmaß bestimmt. Wie die Bild jedoch weiter berichtet, soll eine weitere Sperre nicht drohen, vielmehr wird man sich auf eine Geldstrafe einstellen müssen. Die wird man in diesem Fall aber wohl gerne zahlen, wenn Reus denn dafür am 34. Spieltag wieder spielen darf.