​Zum Ausklang des 32. Spieltags kannte ​Bayer 04 Leverkusen am Sonntagabend keine Gnade und schickte Eintracht Frankfurt mit einer ​6:1-Pleite im Gepäck nach Hause. Dabei zeigten sich die Leverkusener offensiv regelrecht entfesselt. Laut Informationen der Sport BILD könnte die bereits jetzt kaum aufzuhaltende Offensive der Werkself dennoch in der kommenden Saison weiter prominent verstärkt werden.


So konnten die Bayer-Bosse angeblich ​Kerem Demirbay für ihren eingeschlagenen Weg begeistern. Der 25-Jährige spielt seinerseits im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim eine überragende Saison und wird von so manchem Fußballexperten gar als einer der besten Spieler der ganzen Liga bezeichnet. 

Kerem Demirbay

Kerem Demirbay besticht durch eine feine Ballbehandlung



Eigentlich läuft der Vertrag des zweifachen deutschen Nationalspielers erst im Sommer 2022 aus. Dem Vernehmen nach soll in dem Arbeitspapier des zentralen Mittelfeldspielers jedoch eine Ausstiegsklausel verankert sein. Die festgeschriebene Ablösesumme soll bei stolzen 28 Millionen Euro liegen. Obwohl zuletzt ​bereits dem FC Arsenal und den beiden türkischen Klubs Besiktas und Galatasaray Interesse nachgesagt wurde, soll sich nun Bayer 04 Leverkusen in die Pole-Position geschoben haben.


Ein Abgang von Demirbay soll bereits beschlossene Sache sein. So habe der gebürtige Westfale die TSG-Verantwortlichen rund um Manager Alexander Rosen am Samstag, unmittelbar nach dem 2:2-Remis gegen Borussia Mönchengladbach, darüber in Kenntnis gesetzt, dass er von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen werde.


Rein finanziell können sich die Kraichgauer daher über ein sehr erfolgreiches Geschäft freuen. Dabei muss man sich nur vor Augen führen, dass Demirbay einst im Sommer 2016 für gerade einmal 1,6 Millionen Euro vom Hamburger SV losgeeist werden konnte. Unter der Führung von Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann legte er seitdem eine beeindruckende Entwicklung hin und bestach durch konstant starke Leistungen.


Was uns zur anderen Seite der Medaille bring. So kann man sich derzeit einen funktionierende Hoffenheimer Mannschaft ohne Demirbay nur sehr schwer vorstellen. In der laufenden Spielzeit war der Edeltechniker schließlich bei 30 Pflichtspieleinsätzen an 14 Treffern direkt beteiligt und hatte auch darüberhinaus einen enorme Bedeutung für das gepflegte Spiel der Sinsheimer.


Leverkusen hingegen würde sich durch die Verpflichtung von Demirbay auf einen möglichen Abgang von Julian Brandt und/oder ​Kai Havertz vorbereiten. Bestätigt sich die kolportierte Ablösesumme, würde sie den TSG-Star hierfür zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte machen. Mit einer gewissen Drucksituation müsste der Linksfuß bei einem Wechsel innerhalb der Bundesliga also klarkommen. Ein Spieler, der sich zukünftig regelmäßig im Dress der Nationalmannschaft sieht, dürfte dadurch jedoch erst recht angestachelt werden.


Noch steht jedoch eine Unterschrift bei seinem möglichen neuen Verein aus. Womöglich wird der Deutsch-Türke, der nach dem Unentschieden gegen die Fohlen nicht mit dem Rest der Mannschaft die Heimreise angetreten hatte, bereits in den kommenden Tagen eine Stippvisite in Leverkusen einlegen. Angeblich hatte seine Reise jedoch rein familiäre Gründe, galt es doch seiner Großmutter zu ihrem Geburtstag zu gratulieren.