​Vor einer Woche machte der ​SV Werder Bremen den ​Wechsel von Benjamin Goller an die Weser perfekt. Der 20-Jährige kommt vom ​FC Schalke, wo man das Potential des jungen Angreifers zwar zu schätzen weiß, aber nicht immer überzeugen konnte. Sein Trainer kritisiert den Youngster nun noch einmal entscheidend.


Benjamin Goller gilt in Deutschland als großes Talent, beim FC Schalke machte er die ersten Schritte zu einer Profi-Karriere. Allerdings lief es bei den Königsblauen nicht immer rund. Schalkes U23-Trainer Torsten Fröhling spricht gegenüber Reviersport nun über seinen scheidenden Schützling und kritisiert die ein oder andere Schwierigkeit.


Insgesamt sieht er ein mentales Problem bei vielen jungen Spielern die auf dem Weg in die Profi-Mannschaft sind. Bei Goller machte er es teilweise an der Motivation fest, der Youngster konnte sich nämlich nicht konstant etablieren. „Er ist talentiert. Aber er ist sehr früh hochgezogen worden in der Vorbereitung zu den Profis und ist dann dort geblieben. Und ich werfe ihm vor, dass er nie oben Druck gemacht hat, in der U23 zu spielen.“

Torsten Froehling

Torsten Fröhling kritisiert die Mentalität von Goller


Goller bestritt in dieser Saison nur acht Spiele in der Oberliga, dazu stehen fünf Duelle in der Youth League und ein Einsatz in der Champions League zu Buche. Fröhling war aber nur selten von den Leistungen seine Schützlings überzeugt. „Ihm fehlen einfach Spiele. Und er hat bei uns auch nicht so gute Spiele gemacht, wenn er gespielt hat.“ Für den jungen Mann gab es also durchaus des Öfteren schwere Zeiten.


Trotzdem trauert Fröhling dem Offensiv-Mann etwas nach. Seine Qualitäten stellte er nie in Frage: „Klar hätte ich ihn gerne behalten, weil er ein junger, talentierter Spieler ist. Aber es gibt keine Garantie. Jetzt hat er mit Bremen die Chance.“ Es bleibt abzuwarten, ob sich Goller bei Werder in den Vordergrund spielt, oftmals scheint der SVW aber ein gutes Händchen mit jungen Spielern zu haben.


16-Jähriger kommt aus Belgien


Ein Talent verlässt den Tross der Schalker also, ein anderes ist aber ebenso schon im Anflug.​ Mit Ardy Mfundu kommt ein 16-jähriger Belgier vom FC Brügge. Viel ist über den Youngster noch nicht bekannt, zumindest konnte er seine Qualitäten in der Nationalmannschaft unter Beweis stellen. Sowohl in der U15 als auch U16 sammelte er Einsatzzeiten.


Mfundu wurde im März 2003 geboren und kommt mit viel Perspektive und Hoffnungen nach Gelsenkirchen. Man wird ihn in den Jugend-Mannschaften langsam heranführen. Auf der Position des zentralen Mittelfelds hat er seine Qualitäten aber schon in Belgien unter Beweis stellen können.