Bei ​Borussia Dortmund war nach der 2:4-Heimniederlage im Derby gegen den ​FC Schalke 04 Wunden lecken angesagt. Im Frust hakte der Schweizer Coach gar die Meisterschaft ab. Da aber war das Spiel des Konkurrenten aus München in Nürnberg noch nicht absolviert. Inzwischen ist die Zuversicht wieder gestiegen und auch das Personal könnte dem BVB in die Karten spielen.


Es war ein schwerer Tag, den die Anhänger von Borussia Dortmund am Samstag zu verkraften hatten. Das Derby wurde im heimischen Signal-Iduna-Park gegen Schalke verloren. Die Bayern schienen plötzlich drei Spieltage vor Schluss uneinholbar, zudem war der Frust über diverse Schiedsrichterentscheidungen so groß, dass Trainer Lucien Favre wütend die Meisterschaft öffentlich abhakte.


Zwar wurde der Romand nur wenige Stunden später öffentlich für diese Aussagen von seinen Vorgesetzten gerügt, allerdings verstand jeder, dass Favre auch nur ein Mensch ist und die Emotionen mit dem sonst so besonnenen Schweizer durchgegangen waren ob der Enttäuschung über die Niederlage. Das der ​FC Bayern einen Tag später ebenfalls nur ein Remis beim abstiegsbedrohten Club aus Nürnberg mit Ach und Krach zustande bekommt, war zu dem Zeitpunkt noch nicht absehbar.


Nun aber haben sich die Gemüter beruhigt und auch Favre ist inzwischen zurückgerudert. Auf der Pressekonferenz am heutigen Freitag erklärte er: „Es ist wieder alles möglich.“ Auch Michael Zorc pflichtete seinem Coach bei. „Nach der Derby-Niederlage waren wir in tiefer Depression, aber jetzt ist wieder alles offen. Es ist unsere Verpflichtung - solange es möglich ist - alles zu tun, um Deutscher Meister zu werden.“


Mithelfen kann dabei wahrscheinlich auch wieder Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek. Wie Favre auf der Pressekonferenz erklärte, konnte der polnische Abwehrspieler diese Woche normal im Training mitmachen. „Lukasz Piszczek hat die ganze Woche trainiert, aber es ist noch nicht klar, wer auf der rechten Seite spielen wird.“ Da auch Marius Wolf nach seiner Roten Karte bis Saisonende gesperrt ist, wäre es aus Sicht des BVB enorm wichtig, das Piszczek spielen kann. Ansonsten steht dem Trainer eine schwere Aufgabe ins Haus, wie er dieses Puzzle gegen ​Werder Bremen am Samstag lösen will.