​Seit gefühlt Monaten vergeht kaum ein Tag an dem keine Meldung über die Irrungen und Wirrungen in der Führungsebene des ​VfB Stuttgart zu vermelden sind. So verschlissen die Verantwortlichen der Schwaben in dieser Saison bereits unter anderem einen Sporvorstand und zwei Cheftrainer. Die neueste Nachricht aus dem Ländle, dürfte bei den Fans jedoch positiv aufgenommen werden.


Wie der kicker berichtet, rechnet sich nämlich der ehemalige VfB-Torhüter Timo Hildebrand gute Chancen aus, bei der am 14. Juli diesen Jahres stattfindenden Mitgliederversammlung des Traditionsvereins als drittes Präsidiumsmitglied gewählt zu werden. Dieser Posten war Mitte Februar durch den Wechsel von ​Thomas Hitzlsperger ins Amt des Sportvorstandes frei geworden.

Thomas Hitzlsperger

Thomas Hitzlsperger wird beim VfB in neuer Rolle gebraucht


Zuvor hatte der ehemalige Mittelfeldspieler zunächst als Vermittler des Vorstands in der Zusammenarbeit mit den Profis und der Klubführung agiert und stieß nach der Ausgliederung der Profiabteilung im Jahre 2017 ins Vereinspräsidium hinzu. Einen besonders guten Eindruck gab er zudem später als Leiter der Nachwuchsabteilung ab und konnte sich so für höhere Aufgaben empfehlen.


Eine Eingliederung von Hildebrand würde womöglich die zuletzt häufig von externen Beobachtern angebrachte Kritik eindämmen, wonach in der Führungsriege der Stuttgarter zu wenige handelnden Personen mit ausreichend Fußballsachverstand vertreten sind. Für Aufsehen sorgte in dieser Hinsicht in der Vergangenheit die Spannungen rund um das ​frühere Aufsichtsratsmitglied Guido Buchwald, der sich von seinem Kollegen Wilfried Porth ungerecht behandelt sah und konsequenter Weise seinen Rücktritt erklärte.

Timo Hildebrand

Timo Hildebrand bestritt für den VfB Stuttgart insgesamt 294 Pflichtspiele


Noch vor wenigen Jahren wäre eine Eingliederung von Hildebrand beim VfB wohl undenkbar gewesen. So nahmen es dem ehemaligen deutschen Nationaltorhüter viele VfB-Anhänger lange krumm, dass er die Stuttgarter nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahre 2007 in Richtung FC Valencia verlassen hatte. In den letzen Jahren näherten sich beide Seiten aber wieder an und so ist der 40-Jährige mittlerweile längs ein gern gesehener Gast in der Mercedes-Benz Arena.


Der Hauptfokus Aller, die es mit dem VfB halten, liegt nun jedoch erst einmal weiterhin auf der sportlichen Ebene. So gilt es vor dem ​drohenden Relegationspielen alle Kräfte zu bündeln und gemeinsam mit Interimstrainer Nico Willig alles dafür zu tun, einen erneuten Abstieg aus der Bundesliga zu vermeiden. Ein weiterer Schritt in diese Richtung, soll am Sonntag mit einem Auswärtssieg gegen Hertha BSC gemacht werden.