​Julian Brandt ist einer der begehrtesten Offensivspieler der Bundesliga. Gelingt​ Bayer 04 Leverkusen die Qualifikation für die Champions League nicht, ist der deutsche Nationalspieler wohl nicht mehr zu halten. Angeblich soll der BVB bereits vor Wochen in Persona von Sportdirektor Michael Zorc Kontakt zu dem 23-Jährigen aufgenommen haben.


In den vergangenen Wochen galt eigentlich ​Thorgan Hazard als Transferziel Nummer Eins der Dortmunder. So wurde gar berichtet, dass sich der belgische Nationalspieler und die Schwarz-Gelben bereits weitestgehend handelseinig seien. Zum Problem wurde aber Hazards aktueller Klub Borussia Mönchengladbach und die stolzen Ablöseforderungen von deren Sportdirektor Max Eberl.


​Legten die ​BVB-Bosse ihre Schmerzgrenze auf rund 25 Millionen Euro fest, forderten die Fohlen angeblich stolze 40 Millionen Euro. Da sich die Verhandlungen daher zuletzt so zäh wie Kaugummi herausstellten, überrascht es wenig, dass sich die Dortmunder parallel auch noch nach Alternativen umgeschaut haben sollen.

Thorgan Hazard

Ein möglicher Deal mit Thorgan Hazard gerät immer mehr ins Wanken


Am gestrigen Donnerstag berichtete der kicker über ein "​verstärktes Interesse" des Herbstmeisters an Julian Brandt. Von der Spielanlage ähneln sich beide Spieler stark, eine angebliche Klausel im Vertrag des Stars der Werkself könnte nun jedoch womöglich das Pendel in seine Richtung ausschlagen lassen. 


Dem Bericht zufolge, soll der 24-fache deutsche Nationalspieler im Sommer nämlich aufgrund einer Ausstiegsklausel für gerade einmal 25 Millionen Euro zu haben sein. Also genau die Summe, die der BVB offenbar bereit ist für eine offensive Verstärkung in die Hand zu nehmen.


Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel ins Ruhrgebiet wurden nun von der BILD weiter befeuert. Wenn man dem Boulevardblatt Glauben schenken kann, soll sich Sportdirektor Michael Zorc bereits vor rund drei Wochen mit dem Vater des Bayer-Flügelflitzers in Funktion als dessen Berater getroffen haben. Angeblich sollen beide Seiten bereits zuvor immer wieder Annäherungsversuche gestartet haben.


Nun hat aber Brandt, ähnlich wie Hazard, aktuell die Qual der Wahl. Mit fünf eigenen Treffern und satten 13 Torvorlagen konnte der offensive Mittelfeldspieler in dieser Saison einige Ausrufezeichen setzen und dribbelte sich dadurch auf den Wunschzettel von so manchem Spitzenklub. Selbst der ​FC Bayern München soll zwischenzeitlich über eine Verpflichtung des gebürtigen Bremers nachgedacht haben.

Julian Brandt

Julian Brandt bestritt für Bayer in dieser Saison bereits 40 Pflichtspiele 


Mittlerweile sollen die Kaderplaner des deutschen Rekordmeisters aber wieder Abstand von einem möglichen Transfer genommen haben. Die Ablösesumme soll dabei noch das geringste Hindernis gewesen sein. Vielmehr sollen die Bayern-Bosse die Leistungen der DFB-Hoffnung als noch nicht konstant genug eingeschätzt haben und sind auf der Suche nach einem Neuzugang mit noch mehr Leaderqualitäten.


In Sicherheit wiegen dürfen sich die Borussen ob des Rückzugs ihres Dauerrivalen aus der Bundesliga aber noch lange nicht. Schließlich wird auch internationalen Größen wie Atletico Madrid und Paris Saint-Germain konkretes Interesse nachgesagt. Eine endgültige Entscheidung ist ohnehin nicht vor dem Saisonende zu erwarten. 


Dabei haben auch die Leverkusenern noch eine kleine Chance ihren Superstar doch noch von einem Verbleib zu überzeugen. So ist es längst kein Geheimnis, dass Brandt in Zukunft regelmäßig in der Champions League spielen will. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Mannschaft von Trainer Peter Bosz in den drei verbleibenden Partien aber drei Punkte Rückstand auf Eintracht Frankfurt wettmachen. Das direkte Duell beider Vereine am Sonntag wird daher auf mehreren Ebenen einen richtungsweisenden Charakter haben.