Das große Bayern-Casting für die Robbery-Nachfolge hat offenbar einen Kandidaten weniger. Roma-Shootingstar Nicolo Zaniolo soll vor der Verlängerung seines ohnehin bis 2023 laufenden Vertrages stehen.


Beim ​FC Bayern stehen dieser Tage viele Namen auf dem Zettel potenzieller Neuzugänge für die Nachfolge von Ribery und Robben auf der Außenbahn. ​Mit dabei ist auch Shootingstar Nicolo Zaniolo von der Roma. Der 19-Jährige offensive Mittelfeldspieler war vor der Saison von Inter Mailand für schlappe 4,5 Millionen Euro in die "ewige Stadt" gewechselt und erlebte bei der Giallorossi ​auf Anhieb seinen Durchbruch.


Bis 2023 ist der zweifache italienische A-Nationalspieler noch an die Roma gebunden. Eigentlich kein Grund zur Sorge aus AS-Sicht. ​Doch 33 Pflichtspieleinsätze (sechs Tore und zwei Vorlagen) machen den Teenager begehrt. "Seit einigen Monaten habe ich viele Anrufe von vielen wichtigen Vereinen erhalten", erklärte Zaniolos Berater Claudio Vigorelli gegenüber Il Romanista, ohne dabei die Namen der Klubs zu verraten. Einer von ihnen soll aber der FC Bayern sein.

Nicolò Zaniolo

Zaniolo (l.) hat sich mit seinen Leistungen bis ins A-Nationalteam gespielt


Glaubt man dem Bericht der italienischen Sportzeitung kann sich der deutsche Rekordmeister einen Transfer im Sommer aber abschminken. Zaniolo stehe demnach vor einer Vertragsverlängerung. Bekräftigt wird das durch die Aussagen von seinem Berater: "Ich kann nur unsere Bereitschaft bestätigen, mit Rom zu unterschreiben. Ich glaube auch, dass es für jeden klar und verständlich ist, dass der Vertrag von Nicolo neu strukturiert werden muss."


Eine endgültige Entscheidung soll aber erst nach der laufenden Spielzeit getroffen werden. "Nicolo konzentriert sich jedoch nur auf die Roma, um den vierten Platz zu erreichen, der für die Champions League reicht. In der jüngsten Vergangenheit habe ich mit Massara [Roma-Sportdirektor, Anm. d. Red.] über die Zukunft von Zaniolo gesprochen, und dann haben wir uns versprochen, am Ende der Meisterschaft, darauf zurückzukommen", so der Berater weiter.


Klar ist, die Roma will den Vertrag verlängern und die Konditionen gemäß Zaniolos Leistungen anpassen. Gut möglich, dass dabei eine saftige Ausstiegsklausel integriert wird. Für den FC Bayern und die anderen Interessenten dürfte der Youngster in den kommenden Jahren dann noch teurer werden. Es scheint so, als würde Zaniolo seine nahe Zukunft vorerst weiter bei der Roma sehen. 

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Dürfte immer mehr zum FCB-Transferziel Nummer Eins werden: Lilles Nicolas Pépé (2. v. l.)


Aus Bayern-Sicht spitzt sich dagegen weiter alles in Richtung ​Nicolas Pépé zu, nachdem auch Callum Hudson-Odoi aufgrund seiner Verletzung diesen Sommer eher kein Thema mehr sein dürfte.