Zum 1. Mai gibt es in München ein Jubiläum. Uli Hoeneß, Präsident des Deutschen Rekordmeisters, ist dann bereits 40 Jahre bei den ​Bayern über verschiedene Funktionen hinweg tätig - ein Meilenstein. Sein langjähriger Begleiter und guter Freund Jupp Heynckes, seines Zeichens u. a. Triple-Trainer, hat zu diesem Anlass im kicker einen Wunsch für Hoeneß: mehr Gelassenheit.


Uli Hoeneß begann seine Tätigkeiten nach seiner Spielerkarriere im Sommer 1979, damals noch als Manager. Im November 2016, nach seiner Rückkehr aus dem Gefängnis (Steuerhinterziehung), wurde er erneut zum Präsidenten des mitgliederstärksten Sportvereins gewählt. Nun bahnt sich so langsam ​sein Abschied als Bayern-Funktionär an. 


Als einen Typ, der gerne seine starke Meinung öffentlich vertritt und dabei nicht die Reaktionen scheut, kennt ihn auch sein Freund und ehemaliger Kollege Jupp Heynckes. Im  Gespräch mit dem kicker wünscht ihm Heynckes diesbezüglich jedoch mehr Gelassenheit: „Als Typ mit einer gerne ungeschminkt formulierten Meinung bezieht er auch extreme Positionen und polarisiert damit. Da würde ich ihm manchmal mehr Gelassenheit wünschen."


Hoeneß mit "einzigartiger Erfolgsgeschichte"

Im Gegensatz zu dieser Polarisierung steht laut Heynckes die Persönlichkeit von Hoeneß, denn „in seinem Kern ist er – wie sein umfangreiches soziales Engagement belegt – voller Empathie, mag er auch immer wieder poltern.“ Heynckes weiter im Bezug auf das Alter und den vermutlich bald bevorstehenden Rückzug aus dem Fußballgeschäft seines Freundes: „Wenn er einmal die 70-Jahre-Grenze wie ich überschritten hat, wird er es wahrscheinlich auch ruhiger angehen lassen … Ich hoffe, dass er - wenn er den FC Bayern irgendwann einem Nachfolger übergibt - gesund und genüsslich über dem Tegernsee thronend, sein Lebenswerk betrachten kann."


Dafür solle ihm ein "ganz großer Abgang" gelingen. „Die Erfolgsgeschichte, die er als Manager und anschließender Präsident geschrieben hat, ist außergewöhnlich und einzigartig im Weltfußball. Diese Leistung wird niemand toppen“, so Heynckes weiter. Am wichtigsten sei ihm jedoch die gemeinsame Verbundenheit: „Für mich bleibt der Respekt davor, noch wertvoller aber ist unsere Freundschaft, die sich vor allem in schwierigen Phasen stets bewährt hat."