​Nach dem Rückspiel des Frauen-Halbfinales in der Champions League, ist der FC Bayern München gegen den FC Barcelona ausgeschieden. Das erste ​Duell verloren die Münchnerinnen bereits denkbar knapp mit 0:1 und auch das zweite Spiel ging verloren. Die Bayern verpassen damit das Finale, erreichten aber trotzdem historisches.


Noch nie schafften es die Frauen des FC Bayern München in ein Halbfinale der Champions League. In dieser Saison kamen aber Erfolg und Tugend zusammen und so traf man auf den FC Barcelona. Nach der Niederlage im Hinspiel brauchte man gegen die Katalaninnen im heimischen Camp Nou aber ein kleines Wunder. Dieses blieb zwar aus, trotzdem kann man erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. 


Die Spielerinnen aus München gingen motiviert in die Partie und starteten auch druckvoll in die ersten zwanzig Minuten. Die großen Chancen konnte noch keine Mannschaft verzeichnen, doch die Bayern kamen in Person von Dominika Skorvankova erstmals etwas gefährlich vor den Kasten von Sandra Panos. 

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Melanie Leupolz scheitert an der Latte



Auch in der Folge blieb der FCB am Drücker. Melanie Leupolz kam nach mehr als einer halben Stunde zum ersten Hochkaräter, scheiterte aus der Distanz aber am Lattenkreuz. Die Bayern konnten sich für ihre Druckphase aber nicht belohnen und so kam nun auch Barcelona besser ins Spiel. In der Nachspielzeit von Hälfte Eins foult Gina Lewandowski die Niederländerin Lieke Martens im Strafraum und Mariona Caldentey erzielt vom Punkt die Pausenführung für Barca.


Damit brauchten die Münchnerinnen nun also schon zwei Treffer für das Finale. Nach der überzeugenden ersten Halbzeit war die Partie aber noch lange nicht entschieden. Nur fünf Zeigerumdrehungen nach der Halbzeit wurde es auch im Barcelona-Strafraum wieder richtig gefährlich. Nach einer Hereingabe von links zielte Sara Däbritz aber neben den Kasten, eine weitere ausgelassene Top-Möglichkeit.


In der Folgezeit verbuchten die Bayern immer mehr Chancen, doch die Angreiferinnen brachten den Ball nicht im Tor unter. Die Verteidigung von Barcelona stand hingegen sicher und bot den Münchnerinnen kaum Räume. Es dauerte aber nur bis zur 72. Minute, als der FC Bayern so langsam verzweifelte. Die eingewechselte Jill Roord scheitert mit einem Kopfball an der sensationellen Panos, die den Ball gerade noch an den Pfosten lenkt.

Thomas Woerle

Trainer Thomas Wörle musste das Ende der Partie von der Tribüne aus verfolgen



Zudem war Barca nur noch zu zehnt, die Torschützin aus dem Hinspiel, Kheira Hamraoui sah nämlich die Gelb-Rote Karte. Doch auch die Bayern waren nach achtzig Minuten nicht mehr vollständig, denn Trainer Thomas Wörle wurde nach mehrfachen Diskussionen auf die Tribüne geschickt. 


Trotz weitere Chancen endete die Partie knapp zugunsten der Spanierinnen, die so also ins Finale einziehen. Trotz großen Kampfes konnten sich die Münchnerinnen nicht mit einem Sieg belohnen, damit muss der erste Finaleinzug der Vereinsgeschichte noch auf sich warten. Nichtsdestotrotz können die Bayern positiv nach Deutschland zurückkehren, dass man den Katalaninnen nämlich über zwei Spiele die Stirn bieten konnte, hatte nämlich niemand erwartet.