​Mit Florian Kohfeldt hat der ​SV Werder Bremen einen Trainer in den Reihen, dem eine große Zukunft an der Weser vorausgesagt wird. Vielleicht kann er eine ganze Ära prägen, so wie es schon so manche Manager vor ihm taten. Unser Einblick in die Historie der ehemaligen Werder-Trainer zeigt aber auch, dass nicht jeder Übungsleiter in Bremen lange überzeugen konnte.


Otto Rehhagel

In den Bremer Geschichtsbüchern ist Rehhagel ​nur noch als "König Otto" bekannt. Über vierzehn Jahre trainierte er den SVW und prägte eine Ära, wie es kein zweiter konnte. Mit zwei Pokalsiegen, zwei Meisterschaften, dem Gewinn dreier Superpokale und einem Erfolg im Europapokal der Pokalsieger, sorgte er bis heute für den Großteil der Bremer Titel. Sein Punkteschnitt von 1,84 ist seitdem unerreicht.


Nach seiner wohl bedeutendsten Station in Bremen, heuerte Rehhagel noch bei ​Ba​yern München, dem FC Kaiserslautern und Hertha BSC an. Einen weiteren großen Triumph konnte er 2004 völlig überraschend mit der griechischen Nationalmannschaft erzielen, als er als großer Underdog die Europameisterschaft gewann. Heute hat sich der nun 80-Jährige längst zurückgezogen und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand. Immerhin bestritt er in der ​Bundesliga mehr Spiele als Trainer als jeder andere.

Otto Rehhagel


Aad de Mos

Als bisher einziger Niederländer saß Aad de Mos​ nur ein halbes Jahr auf der Bank der Bremer. 1995 kam er als Nachfolger für Rehhagel, wurde aber schon im Winter wieder abgelöst. Der sportliche Erfolg hielt sich dabei in Grenzen. Nach weiteren Stationen auf der ganzen Welt beendete er 2013 seine Karriere als Verantwortlicher und setzte sich zur Ruhe. In die Riege der großen Welttrainer konnte de Mos nie vorstoßen.

Aad de Mos


Hans-Jürgen Dörner

Wahrscheinlich blieb Hans-Jürgen Dörner nur wenigen in Erinnerung. Nach seinen eineinhalb Spielzeiten in Bremen war aber auch für den nun 68-Jährigen schnell wieder Schluss.​ Immerhin konnte er Werder aus dem Tabellenkeller führen, verpasste das europäische Geschäft aber auch in seiner zweiten Saison. Danach folgten noch Engagements in Leipzig und bei ​Dyn​​amo Dresden, wo er auch heute noch im Aufsichtsrat tätig ist.

Dixie Doerner


Wolfgang Sidka

Etwas mehr als eine Saison​ trainierte Wolfgnag Sidka den SV Werder Bremen. Erstmals seit Rehhagel führte Sidka die "Grün-Weißen" wieder in den Europa-Pokal, doch weit kam man im Wettbewerb nicht. Wenig später war auch für Sidka wieder Schluss, denn nach den ersten acht Spieltagen der Saison 1998/99 fand sich Werder auf dem letzten Platz wieder. Nach einigen Anstellungen, unter anderem auch in Katar, setzte sich Sidka ab 2011 zur Ruhe.

Iraq's coach Wolfgang Sidka gestures dur


Felix Magath

Magath durchlebte in seiner Karriere schon viele Trainerstationen., nicht alle waren dabei von Erfolg gekrönt.​ Vielleicht war seine Zeit bei Bremen sogar die enttäuschendste seiner Trainer-Karriere. Nach nur 26 Spielen musste Magath wieder gehen, es war aber erst der Anfang einer langen und erfolgreichen Laufbahn. Insgesamt konnte er noch drei Meisterschaften mit Bayern und ​Wolfsburg feiern, zuletzt war Magath in China tätig.

Felix Magath


Thomas Schaaf

Tradition, Liebe zum Verein und eine der größten Trainerlegenden des Landes.​ Thomas Schaaf war genau der Trainer, den ganz Bremen nach seinen erfolglosen Vorgängern brauchte. Nach dem Magath-Aus wurde er aus der zweiten Mannschaft in die Bundesliga beordert. Schaaf brauchte ein paar Jahre, um sich an Werder zu gewöhnen, doch als man 2002 wieder das europäische Geschäft erreichte, deutete sich der Beginn einer erfolgreichen Ära an.


Ähnlich wie Rehhagel war Schaaf mehr als vierzehn Jahre lang Trainer der Werderaner und gewann dabei eine Meisterschaft, drei Mal den DFB-Pokal und einmal den Ligapokal. Als einer der erfolgreichsten Trainer der Bundesliga musste er 2013 seinen Posten räumen und versuchte es in den letzten Jahren noch einmal in Frankfurt und Hannover. Heute ist Schaaf wieder bei seinem Heimatverein als technischer Direktor tätig.

Thomas Schaaf


Robin Dutt

Robin Dutt kam nicht unerfahren nach Bremen. Dort trat er 2013 die schwere Nachfolge von Thomas Schaaf an.​ Allerdings brachte Dutt die Werderaner nicht aus dem unteren Tabellenmittelfeld heraus und so war auch für ihn nach etwas mehr als einer Saison Schluss. Zur Zeit ist er beim VfL Bochum als Trainer tätig und sorgt dort für eine sehr konstante Saison.

Robin Dutt


Viktor Skripnik

Der bisher erst zweite ausländische Trainer auf der Bank der "Grün-Weißen" war der Ukrainer Skripnik.​ Auf der Suche nach einem neuen Trainer wollte man dringend auf einen echten Werderaner setzen, so wurde Skripnik von der zweiten Mannschaft befördert. Kurzzeitig konnte er überzeugen, was ihm auch den Spitznamen "Viktory" einbrachte. Nach nur zwei Jahren musst aber auch er wieder gehen. Bis zum Februar war er dann in Riga tätig, ist nun aber vereinslos.

Borussia Moenchengladbach v Werder Bremen - Bundesliga


Alexander Nouri

Die noch junge Laufbahn des Alexander Nouri​ begann ebenfalls nach dem Modell von Skripnik. Mehr als eine durchschnittliche Saison stand am Ende aber nicht zu Buche. Für acht Spiele war er in dieser Saison Trainer des ​FC Ingolstadt, mit einem Punkteschnitt von nur 0,38 Zählern pro Spiel verfehlte er aber die Ambitionen. Nun ist auch Nouri auf der Suche nach einem neuen Verein.

Alexander Nouri