Schon allein aufgrund der Tabellensituation verspricht die Partie zwischen 1899 Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg Spannung. Im direkten Duell zweier Europapokal-Aspiranten steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel, allerdings werden die Gäste aus Niedersachsen mit einer gewissen Portion Vorsicht anreisen. Wölfe-Coach Bruno Labbadia bangt um ein Trio, während zwei weitere Spieler definitiv ausfallen werden.


Wie wichtig die anstehende Begegnung in der PreZero-Arena in Sinsheim ist, erklärte VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke bereits unter der Woche (via ​kicker): "Jetzt kommt die Phase, wo es anfängt zu kribbeln. Das ist ein bedeutsames Spiel, gar keine Frage. Das gilt für beide Mannschaften, um mögliche internationale Ziele zu erreichen", so der 55-Jährige, der genau weiß, dass man sich eine Niederlage in solch einer Partie nicht erlauben darf, wenn man sich für den Europapokal qualifizieren will. 


Ähnlich sieht es Bruno Labbadia, der vor dem Ende seiner 16-monatigen Amtszeit in Wolfsburg das Maximum erreichen und den Verein zum ersten Mal seit 2015 in einen der beiden europäischen Wettbewerbe führen will. "Je positiver das Ergebnis ausfällt, desto leichter ist es, weiterhin vorne dabei zu sein", wird der Übungsleiter auf der ​vereinseigenen Website zitiert, wenngleich er relativiert, dass die Aufgabe gegen Hoffenheim "eine von insgesamt vier wichtigen Partien" sei. "Ich weiß, dass das Spiel wichtig ist, aber das Rennen um Europa wird nicht dort entschieden", so Labbadia, der auf bis zu fünf Spieler verzichten muss.

Sicher ausfallen werden Felix Uduokhai und Paul Verhaegh, Fragezeichen stehen zudem hinter Daniel Ginczek, Jerome Roussillon und John Anthony Brooks. So habe Ginczek, der Ende März sein Comeback nach einem Bänderriss im Sprunggelenk feierte, am heutigen Freitag aufgrund von Rückenschmerzen nicht mit der Mannschaft trainieren können. "Wir hoffen, dass es eine Tagesgeschichte ist", erklärt Labbadia, der ohnehin eher um Roussillon bangt.


Der Linksverteidiger fehlte bereits beim 1:1 gegen die Frankfurter Eintracht am vergangenen Montag aufgrund von muskulären Problemen, neue Informationen gebe es nicht: "Die Untersuchungen haben nichts ergeben, es wird jedoch leider auch nicht besser und er musste heute das Training erneut abbrechen."


Bitter wäre auch der Ausfall von Brooks. Der US-Amerikaner verpasste bereits das Hinspiel gegen die TSG, damals allerdings aufgrund einer Gelbsperre. "John Brooks kämpft noch mit einer Innenbanddehnung aus dem Spiel gegen Frankfurt", erklärte Labbadia, weshalb er lediglich "Teile des Mannschaftstrainings" absolviert habe. Gegen den kommenden Gegner werden jedoch alle Kräfte benötigt, um Paroli bieten und den Traum von Europa aufrecht erhalten zu können.