lkay Gundogan,Mario Gotze

Diese Spieler werden 2020 ablösefrei

Bis zum 30. Juni 2020 sind zwar noch knapp 14 Monate hin, doch viele Top-Teams müssen sich bereits jetzt Gedanken machen, wie man mit den Spielern verfährt, die 2020 vertragslos werden. Manche Routiniers werden vielleicht nur noch einen großen Vertrag erhalten, manch andere wie zum Beispiel Marcus Rashford (21) stehen vor dem großen Zahltag.

1. Eden Hazard (FC Chelsea)

Beim FC Chelsea ist Eden Hazard in dieser Saison der mit Abstand beste Torschütze sowie Vorlagengeber. Mit den Blues kämpft der Belgier um den Einzug in die Champions League. Die Wahrscheinlichkeit, dass Hazard in der kommenden Saison noch bei Chelsea spielt ist aber ziemlich gering, selbst wenn sie sich für die Königsklasse qualifizieren sollten. Bereits 2017 hatte Hazard betont, sich mit einer neuen sportlichen Herausforderung zu beschäftigen und sein Wunschziel Real Madrid genannt.


Chelsea fordert angeblich 116 Millionen Euro. Es bleibt abzuwarten, ob die Madrilenen diese Summe für den 28-Jährigen bezahlen wollen. Eigentlich wolle die Klubspitze den Tempodribbler aber gar nicht abgeben, versicherte Trainer Sarri. Der Italiener fügte zuletzt bei Sky Sports allerdings hinzu: "Wenn Eden eine neue Erfahrung machen will, wird es sehr schwer, ihn zu halten. Wir müssen seine Entscheidung respektieren."

2. Marcus Rashford (Manchester United)

Der Sun zufolge plant der FC Barcelona ein Angebot über 116 Millionen Euro für Marcus Rashford abzugeben. Manchester United ist naturgemäß bestrebt, das Eigengewächs langfristig zu binden. Eine Erhöhung seines Wochengehalts von 80.000 auf 300.000 Pfund steht im Raum. Auch wenn sein Vertrag im Juni 2020 ausläuft, könnten die Red Devils Rashford per Vertragsoption ein weiteres Jahr halten. 

3. Christian Eriksen (Tottenham Hotspurs)

Tottenham-Coach Mauricio Pochettino ließ gegenüber der Daily Mail zuletzt durchblicken, dass er einen Verbleib von Eriksen präferieren würde: "Ich hoffe, dass Christian bei uns bleibt. Wir sind offen für Gespräche und werden sehen was passiert", sagte der Argentinier. Angeblich fordert Tottenham 150 Millionen Euro, sollte irgendein Verein ernsthaftes Interesse am Dänen haben. Auch der FC Bayern München wird als Kandidat gehandelt, allerdings dürfte der Rekordmeister angesichts der Summe schnellstens Abstand von derartigen Gedankenspielen nehmen. 

4. David de Gea (Manchester United)

Manchester United will seinen langjährigen Stammkeeper David de Gea nicht ziehen lassen, obwohl sie im Sommer die Möglichkeit hätten, noch eine Ablösesumme für den 28-Jährigen einzustiehlen. Bislang absolvierte er über 350 Pflichtspiele für United. Aber natürlich bringen sich Vereine wie Paris St. Germain in Lauerstellung, um den Spanier unter Vertrag zu nehmen. 

5. Timo Werner (RB Leipzig)

Wohin zieht es Timo Werner? Immer wieder werden der FC Bayern München und Borussia Dortmund als mögliche Destinationen des Nationalspielers genannt. "Wir wollen bekanntermaßen mit ihm verlängern. Aber er hat uns signalisiert, dass er eher nicht verlängern möchte", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vor zwei Wochen am Mikrophon bei Sky. Leipzig, so wird berichtet, möchte im Fall eines Werner-Abgangs eine Ablösesumme kassieren. Dafür müssten alle Beteiligten bis spätestens 30. Januar 2020 einen Abnehmer finden. 

6. Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach)

Ein Abgang von Thorgan Hazard aus Gladbach scheint beschlossen. Nur wo der 26-Jährige letztlich landen wird, ist noch offen. Über das Interesse von Borussia Dortmund und Klopps Liverpool wird schon länger berichtet. Inzwischen hat auch der FC Arsenal seinen Helm in den Ring geworfen. Dass Hazard seit Dezember nicht mehr getroffen hat, hat ihn bestimmt nicht teurer gemacht. Gladbach-Manager Max Eberl fordert 40 Millionen Euro. Es scheint fraglich, ob einer der Interessenten so viel Geld ausgeben will. 

7. Ilkay Gündogan (Manchester City)

Bei Manchester City gehört Ilkay Gündogan mittlerweile zur Riege der eindeutigen Stammkräfte. Auch die Fähigkeit zur Selbstkritik ist bei ihm vorhanden: "Das darf einer großen Mannschaft nicht passieren - und deswegen sind wir noch keine", sagte er nach dem Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen Tottenham. Es sei ein Stück weit das Schicksal seines Teams, "dass uns in wichtigen Spielen die Nerven flattern."


Mit seinem Gespür für Räume und seiner Ballbehandlung passt er perfekt in das System von Pep Guardiola. Die Skyblues werden alles dafür tun, den deutschen Nationalspieler, der endlich über einen langen Zeitraum fit ist, zu halten. Andere Vereine haben jedoch auch Gündogans Saison mitverfolgt.

8. Mario Götze (Borussia Dortmund)

Bis zum sechsten Spieltag sah es so aus, dass Mario Götze keine langfristige Perspektive in Dortmund bekommen wird. Der 26-Jährige war in Folge von Verletzungen zunächst nicht in den Plänen von Lucien Favre. Seitdem hat Götze aber wieder kräftig an Fahrt aufgenommen. In 22 Bundesligaspielen hat er fünf Tore und sieben Vorlagen verzeichnen können. 


Sein noch bis 2020 laufender Vertrag soll vorzeitig verlängert werden. "Ich wüsste nicht, was dagegen spricht", sagte jüngst Sportdirektor Michael Zorc. Einen konkreten Termin für die Gespräche gibt es noch nicht. 

9. Nadiem Amiri (TSG 1899 Hoffenheim)

"Ich werde mich jetzt voll auf diese Saison fokussieren, was danach kommt, darüber mache ich mir derzeit überhaupt keine Gedanken. Wir haben einen Lauf, ich will mich durch nichts ablenken lassen. Nur das Jetzt zählt, alles andere ist unwichtig", sagte Nadiem Amiri im Gespräch mit dem kicker


Der Mittelfeldspieler hat auch guten Grund, die Momente im Hier und Jetzt aufzusaugen, schließlich ist er in guter Form nach seinem Ermüdungsbruch, der ihn bis Dezember außer Gefecht gesetzt hatte: In den letzten beiden Partien gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage. Mit Hoffenheim scheint jetzt sogar die Teilnahme an der Champions League wieder möglich.