​Der ​VfL Wolfsburg hat am Mittwoch ​einen Nachfolger für Bruno Labbadia präsentiert. Ex-Profi ​Oliver Glasner wird im Sommer den Trainerposten bei den Niedersachsen übernehmen. Geschäftsführer Jörg Schmadtke hatte für den österreichischen Übungsleiter in einem Interview viele lobende Worte übrig.


Mitte März gab der Tabellenneunte das Ende der Zusammenarbeit mit Labbadia offiziell bekannt. Der 53-Jährige hatte der Geschäftsführung zuvor mitgeteilt, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Auf der Suche nach einem passenden Nachfolger sind die Wölfe beim Linzer ASK fündig geworden. Glasner kann den österreichischen Erstligisten, wo er seit Sommer 2015 auf der Trainerbank sitzt, dank einer Ausstiegsklausel verlassen. Dem Vernehmen nach werden für den 44-Jährigen 1,5 Millionen Euro Ablöse fällig. 


Schmadtke ließ im Interview mit dem Portal Sportbuzzer verlauten, dass es mit dem Österreicher sehr "intensive Gespräche" gegeben hat. Dabei habe Glasner unter anderem seine Spielidee und seine Pläne mit den Niedersachsen dargelegt. "Die Spielidee wird eine etwas andere sein, als die, die wir jetzt haben. Er macht sich Gedanken darüber, was passieren muss, wenn man im Ballbesitz ist", betonte der Geschäftsführer, der sich auch von Glasners Menschenführung überzeugen ließ. 

Oliver Glasner

Verbrachte seine gesamte Profikarriere in Österreich: Oliver Glasner



"Das Gesamtpaket Oliver Glasner passt gut zu uns. Er ist ein analytischer Trainer, der in Österreich dafür bekannt ist, dass er Spieler besser macht", gab Schmadtke zu Protokoll. Dem Labbadia-Nachfolger will der Sportchef die nötige Zeit geben, "um die Ideen umzusetzen". Deshalb habe man sich in den Gesprächen auf einen Vertrag bis 2022 geeinigt. "Wenn er die dann umgesetzt bekommt, will man auch daran partizipieren", führte der Geschäftsführer weiter aus. 


In die Personalplanungen für die kommende Saison wird der neue Mann an der Seitenlinie miteinbezogen. "Da sind wir relativ deckungsgleich", sagte Schmadtke. Viele Veränderungen im Kader wird es laut dem 55-Jährigen ohnehin nicht geben. "Dafür gibt es auch keine Notwendigkeit, weil die Mannschaft auf einem guten Weg ist“, gab der Ex-Profi zu Protokoll. Mit ​Rechtsverteidiger Kevin Mbabu (BSC Young Boys) hat man sich bereits auf einen Wechsel geeinigt.