​Die ​TSG 1899 Hoffenheim kann berechtigterweise als einer der Mannschaften der Stunde bezeichnet werden, schließlich konnte die Elf von Trainer Julian Nagelsmann zuletzt vier Siege in Folge einfahren. Und dass obwohl die Kraichgauer zuletzt ohne ihren ​verletzen Stoßstürmer Joelinton auskommen mussten. Unter Umständen könnte der Brasilianer aber im Schlussspurt wieder ein Faktor werden.


Der 22-Jährige hatte sich am 27. Spieltag beim souveränen 4:1-Erfolg gegen Bayer 04 Leverkusen einen Syndesmosebandanriss zugezogen und musste sich seitdem in der Reha der Sinsheimer abmühen. Am Mittwoch konnten aufmerksame Trainingskiebitze der TSG den bulligen Offensivspieler aber endlich wieder auf dem grünen Rasen entdecken.

Joelinton

In der Liga erzielte Joelinton bislang elf Treffer


Dabei ließ es Joelinton zwar verständlicherweise noch recht ruhig angehen und beschränkte sich auf ein paar lockere Runden. Später konnte er jedoch gemeinsam mit Athletik-Coach Otmar Rösch und dem ebenfalls angeschlagenen Innenverteidiger Kevin Akpoguma wieder kleinere Trainingsübungen absolvieren. Besonders glücklich war der Kicker vom Zuckerhut aber erst ab dem Moment, als er endlich wieder gegen das geliebte Leder treten durfte.


Vor seiner Verletzung war der 22-Jährige ein wichtiger Faktor gewesen und verpasste lediglich zwei Pflichtspiele. Dabei hatte man sich von dem Angreifer eigentlich im Vorfeld keine Wunderdinge erwartet. Bereits im Sommer 2015 war Joelinton zum Bundesligisten gewechselt, konnte sich aber nicht sofort durchsetzen. Ein Jahr später wurde er folgerichtig an den österreichischen Klub Rapid Wien ausgeliehen und entwickelte sich dort stetig weiter. Im vergangenen Sommer kehrte er dann deutlich gereift wieder zurück.


Durch starke Auftritte in der aktuellen Saison und insgesamt stolze 20 Torbeteiligungen machte Joelinton schnell Werbung in eigener Sache und ballerte sich auch auf den Wunschzettel von einigen anderen Klubs. Für Furore sorgte dabei im Februar eine ​angebliche Offerte aus England. Newcastle United wäre demnach bereit im Sommer bis zu 60 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Trotz bis 2022 datiertem Arbeitspapier könnte der Südamerikaner daher vor seinen letzten Wochen in Hoffenheim stehen.

Joelinton,Julian Nagelsmann

Coach Julian Nagelsmann hält große Stücke auf seinen Mittelstürmer


In der jüngsten Vergangenheit zeigte sich der Spieler selbst von den Gerüchten um seine Person aber ziemlich unberührt und erklärte, dass sein ​einziger Fokus auf einem positiven Saisonausgang liegt. Dabei will der Offensivspieler seinen Teil dazu beitragen, dass die Hoffenheimer am Ende die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb packen.


Obwohl sich sein Schützling in Sachen Genesung auf einem guten Weg befindet, mahnte Cheftrainer ​Julian Nagelsmann nun gegenüber der BILD aber zur Geduld. So könne man, Stand jetzt, nicht davon ausgehen, dass Joelinton in dieser Spielzeit noch mehr als "maximal ein Spiel" bestreiten wird. Am letzten Spieltag muss die TSG auswärts in Mainz ran.