Mohamed Zidan,Juergen Klopp

Zu schlecht für das Trikot: Die schlechtesten 10er der 2000er

Früher erhielten Fußballer ihre Trikotnummer anhand ihrer Position, seit vielen Jahren dürfen die Profis jedoch frei darüber entscheiden, mit welcher verfügbaren Zahl sie auf dem Rücken auflaufen wollen.


Einige Spieler wie Cristiano Ronaldo oder Robert Lewandowski machten sich mit ihren Rückennummern einen Namen und integrierten diese in ihre Marken, andere wiederum wurden ihrer mächtigen Zahl kaum würdig.


Eine der wichtigsten Trikotnummern im Fußball ist die 10 - der Inbegriff des Spielmachers. Legenden wie Pele, Diego Maradona, Zinedine Zidane, Ferenc Puskas, Lothar Matthäus oder Zico liefen mit dieser auf, weshalb sich viele Spieler den Traum erfüllen wollen, ebenfalls mit der 10 auf dem Rücken zu spielen. Dass diese allerdings nicht gleichzeitig bedeutet, dass ein Weltstar auf dem Platz steht, sollen die 20 schlechtesten Spieler mit dieser Trikotnummer aus dem aktuellen Jahrtausend verdeutlichen.

1. Mesut Özil (Real Madrid)

Die Rückennummer spielt bei Mesut Özil keine allzu gewichtige Rolle, allerdings erhielt der frühere Nationalspieler in seiner zweiten Saison bei Real Madrid die Nummer 10. Obwohl er 159 Pflichtspiele für Real absolvierte, gehörte Özil nie zu den ganz großen Spielern der Königlichen, weshalb er im Sommer 2013 an Arsenal London verkauft wurde, wo er ab dieser Spielzeit wieder mit der begehrten Nummer aufläuft.

2. Lassana Diarra (Real Madrid)

Özils Vorgänger war Lassana Diarra (r.). Der Franzose war allerdings kein offensiver Mittelfeldspieler, sondern war stattdessen in einer defensiveren Position auf dem Spielfeld. Die 10 durfte er lediglich von 2009 bis 2011 tragen, danach wurde ihm die Nummer 24 zugeteilt, ehe er den Klub im Sommer 2012 verließ. 

3. Hakan Calhanoglu (AC Mailand)

Beim Hamburger SV und Bayer Leverkusen stellte Hakan Calhanoglu seine Fähigkeiten unter Beweis, weshalb er im Jahr 2017 für rund 21 Millionen Euro zu AC Mailand wechselte. Dort zeigt er sich allerdings selten von seiner torgefährlichen Seite, steht in der aktuellen Spielzeit bei nur einem Tor und sechs Vorlagen in der Serie A und kann kaum mit seinen Vorgängern wie Clarence Seedorf oder Rui Costa verglichen werden.

4. Keisuke Honda (AC Mailand)

Gleiches gilt für Keisuke Honda. Der Japaner spielte jahrelang für den ZSKA Moskau, ehe er im Januar 2014 ablösefrei nach Mailand wechselte. Damals stand es um den einst besten Verein Europas alles andere als gut, weshalb auch Hondas Transfer keine Wunder bewirkte. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte nach dreieinhalb Jahren nach Mexiko und spielt mittlerweile für Melbourne Victory in Australien. 

5. Domenico Morfeo (Inter Mailand)

Domenico Morfeo war einer der vielen Wandervögel im Fußball. Der italienische Mittelfeldspieler wechselte 1997 zum AC Florenz, wurde allerdings vier Mal verliehen, ehe der ablösefreie Wechsel zu Inter Mailand im Jahr 2002 erfolgen sollte. In seiner einzigen Saison für die Nerazzurri lief er mit der Nummer 10 auf und kam dabei nur 17 Mal in der Serie A zum Einsatz.

6. Andrij Woronin (FC Liverpool)

In der Bundesliga war Andrij Woronin als torgefährlicher Stürmer bekannt. In 155 Bundesligaspielen für den 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und Hertha BSC Berlin traf der Ukrainer 48 Mal, steuerte 26 Torvorlagen bei und erlebte seine erfolgreichste Zeit definitiv bei der Werkself.


Von dort aus ging es zum FC Liverpool, wo er die Nummer 10 erhielt. Nach nur einem Jahr wurde er an Hertha BSC verliehen, im Sommer 2009 schloss er sich Dinamo Moskau an. In Liverpool hingegen blieb er relativ erfolglos (40 Spiele, 6 Tore).

7. William Gallas (Arsenal London)

Etwas ungewöhnlich war, dass William Gallas die Trikotnummer 10 erhielt. In der Regel wird diese vorrangig an Offensivspieler vergeben, doch der Franzose war Abwehrspieler. Trotz seiner Variabilität - Gallas konnte nicht nur in der Innenverteidigung, sondern sowohl auf der linken wie auch auf der rechten Abwehrseite auflaufen - war er nie sonderlich torgefährlich, erzielte in über 300 Premier League Spielen 25 Tore und war wahrlich kein waschechter '10er'.

8. Yossi Benayoun (FC Chelsea)

Nach über 130 Pflichtspielen für den FC Liverpool wechselte Yossi Benayoun im Sommer 2010 zum FC Chelsea, konnte an der Stamford Bridge allerdings überhaupt nicht überzeugen. In 24 Pflichtspielen traf der Flügelspieler zwei Mal, wurde vor der Vertragsauflösung im Sommer 2013 an Arsenal London und West Ham United verliehen und spielt mittlerweile für Beitar Jerusalem, wo er seine Laufbahn nach Saisonende endgültig beenden wird. 

9. Ciriaco Sforza (FC Bayern München)

Ob Uli Hoeneß, Stefan Effenberg, Lothar Matthäus, Roy Makaay oder Arjen Robben - viele (ehemalige) Weltklassespieler durften einst mit dieser legendären Trikotnummer für den FC Bayern auflaufen. Einer, der allerdings zu den unauffälligeren Akteuren gehörte, war Ciriaco Sforza. Der zentrale Mittelfeldspieler trug in der Saison 1995/16 sowie von 2000 bis 2002 die 10, konnte allerdings nie so wirklich überzeugen und kam speziell bei seinem zweiten Anlauf in München kaum zum Einsatz. 

10. Mohamed Zidan (Borussia Dortmund)

Einst lotste Jürgen Klopp Mohamed Zidan zum FSV Mainz 05, im Sommer 2008 wechselte der frühere Angreifer gemeinsam mit seinem Förderer zu Borussia Dortmund. Dort trug er vier Jahre lang die Nummer 10, ehe er im Januar 2012 nach Mainz zurückkehrte und Mario Götze diese erhielt. Zidan blieb beim BVB überwiegend blass, erzielte in 73 Spielen 15 Tore und verbrachte die meiste Zeit seit 2010 auf der Bank.

11. Steven Pienaar (Borussia Dortmund)

Nach vielen Jahren bei Ajax Amsterdam wechselte der Südafrikaner Steven Pienaar im Sommer 2006 zu Borussia Dortmund, blieb allerdings weit hinter den Erwartungen. Nach nur einem Jahr wurde der variable Offensivspieler an den FC Everton verliehen, der ihn wiederum nach einem Jahr für rund drei Millionen Euro verpflichten sollte. 

12. Emre Can (Bayer Leverkusen)

Mittlerweile spielt Emre Can regelmäßig bei Juventus Turin und konnte sich zuvor beim FC Liverpool auszeichnen, doch zu Beginn seiner Karriere musste sich der Nationalspieler beim FC Bayern sowie Bayer Leverkusen durchbeißen. In Leverkusen erhielt er die 10, doch ähnlich wie Gallas ist Can eher für defensive Aufgaben zuständig, weshalb diese Vergabe durchaus fragwürdig war. 

13. Levent Aycicek (Werder Bremen)

Von 2008 bis 2016 spielte Levent Aycicek für Werder Bremen, durchsetzen konnte er sich an der Weser allerdings nie. Der offensive Mittelfeldspieler machte gerade einmal 14 Spiele für die erste Mannschaft, erzielte dabei zwei Tore und konnte sich auch in den unteren Abteilungen nicht durchsetzen, weshalb er mittlerweile für Adana Demirspor in der Türkei aufläuft. 

14. Mehmet Ekici (Werder Bremen)

Auch Mehmet Ekici blieb die ganz große Karriere verwehrt. Der einstige Jugendspieler des FC Bayern wechselte nach einer Zwischenstation beim 1. FC Nürnberg nach Bremen, damals zahlte der Verein immerhin fünf Millionen Euro Ablöse. Für Werder lief Ekici 43 Mal auf, steuerte acht Torbeteiligungen bei und gilt ebenfalls als einer der schwächeren 10er in Grün-Weiß.

15. Igor de Camargo (Borussia Mönchengladbach)

Von Sommer 2010 bis Januar 2013 lief Igor de Camargo im Dress von Borussia Mönchengladbach auf. Der Belgier erzielte in der Relegation gegen den VfL Bochum unmittelbar vor dem Schlusspfiff das wichtige 1:0 im Hinspiel, erlebte aber bei Weitem nicht seine beste Zeit bei den Fohlen.

16. Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart)

Nach seinem Durchbruch beim VfL Bochum wechselte Yildiray Bastürk im Jahr 2001 zu Bayer Leverkusen, drei Jahre später zog es den Deutsch-Türken zu Hertha BSC Berlin. Dort erlebte er die wohl beste Phase seiner Karriere, weshalb der VfB Stuttgart nach dem überraschenden Gewinn der Meisterschaft zuschlug und den offensiven Mittelfeldspieler ablösefrei verpflichtete. Bei den Schwaben konnte er allerdings kaum überzeugen, war ab September 2008 von zahlreichen Verletzungen geplagt und wechselte später zu den Blackburn Rovers.

17. Jon Dahl Tomasson (VfB Stuttgart)

Zuvor trug Jon Dahl Tomasson beim VfB die 10. Der Däne wurde im Sommer 2005 für stolze 7,5 Millionen Euro vom AC Mailand verpflichtet, kam in der Bundesliga allerdings nur 30 Mal in zwei Jahren zum Einsatz und wurde an den FC Villareal abgegeben, ehe er im Sommer 2011 bei Feyenoord Rotterdam seine Karriere beendete. 

18. Änis Ben-Hatira (Hertha BSC Berlin)

101 Bundesligaspiele absolvierte Änis Ben-Hatira in seiner Karriere, völlig überzeugen konnte der Offensivspieler dabei allerdings nie so wirklich. Weder beim Hamburger SV, noch bei Hertha BSC Berlin, Eintracht Frankfurt oder dem SV Darmstadt schaffte er den endgültigen Durchbruch, mittlerweile spielt er für den ungarischen Erstligisten Budapest Honvéd FC. 

19. Aaron Hunt (VfL Wolfsburg)

13 Jahre lang spielte Aaron Hunt für Werder Bremen, erzielte in 285 Einsätzen für die Profis 51 Tore und war an 50 weiteren Treffern direkt beteiligt, ehe er 2014 ablösefrei zum VfL Wolfsburg wechselte. Bei den Niedersachsen erhielt er das erste und einzige Mal die Rückennummer 10, wohl aus gutem Grund: In 24 Einsätzen konnte er nicht überzeugen, nach nur einem Jahr wechselte er für drei Millionen Euro zum Hamburger SV. 

20. Artjoms Rudnevs (Hamburger SV)

Mit nur 29 Jahren beendete Artjoms Rudnves als Spieler des 1. FC Köln seine Karriere, zuvor war der Lette unter anderem auch beim Hamburger SV unter Vertrag. Dort lief er von 2012 bis 2014 mit der 10 auf, musste diese allerdings an Pierre-Michel Lasogga abtreten, obwohl Rudnevs in der Saison 2012/13 immerhin zwölf Tore in 34 Bundesliga-Einsätzen erzielte.