​​Borussia Dortmund musste Anfang April im Kampf um die Meisterschaft einen herben Rückschlag verkraften. Beim ​FC Bayern München kamen die Schwarz-Gelben mit 0:5 unter die Räder. Cheftrainer Lucien Favre wurde nach der Klatsche von vielen Seiten für seine Anfangsformation kritisiert. Medienberichten zufolge hat der 61-jährige Übungsleiter daraus seine Lehren gezogen.


In München überraschte der BVB-Coach mit der einen oder anderen Personalie. Favre ließ zum einen ​Mario Götze auf der Bank und beorderte ​Marco Reus vom offensiven Mittelfeld ins Angriffszentrum. Der Kapitän machte nach dem Abpfiff keinen Hehl daraus, dass er mit der Entscheidung seines Trainers alles andere als glücklich war. "Das ist nicht meine Lieblings-Position", stellte Reus klar. 


"Wir haben es so gemacht, weil wir Läufe in die Tiefe haben wollten", verteidigte Favre seine Umstellung. Nach der Partie sei "es leicht zu sagen, dass es eine falsche Idee war", so der Schweizer, der auch in der Innenverteidigung kein glückliches Händchen bewiesen hatte. Favre setzte im Abwehrzentrum auf Dan-Axel Zagadou und entschied sich gegen Julian Weigl, der in den Wochen zuvor als Innenverteidiger ausgeholfen und überzeugende Vorstellungen abgeliefert hatte. 

Marco Reus

Der große Hoffnungsträger im Meisterschaftsrennen: Kapitän Marco Reus


Zagadou erwischte einen rabenschwarzen Tag und wurde in der Halbzeitpause durch Weigl ersetzt. Der defensive Mittelfeldspieler strahlte deutlich mehr Sicherheit aus und bot eine solide Leistung. Wie die Sport Bild berichtet, hat Favre dem 23-Jährigen nach dem Gastspiel in München mitgeteilt, dass er im Saisonendspurt fest als Innenverteidiger eingeplant ist. 


Darüber hinaus zeigte sich der Dortmunder Übungsleiter auch bei Reus einsichtig. Demnach soll Favre seinem Kapitän erklärt haben, dass er fortan nicht mehr im Angriffszentrum auflaufen wird, was der Nationalspieler angeblich sehr begrüßte. Beim jüngsten ​4:0-Erfolg in Freiburg wurde einmal mehr deutlich, dass Reus auf der Zehner-Position am besten aufgehoben ist. Der 29-Jährige steuerte einen Treffer und zwei Torvorlagen bei. 


Siegprämie für 3:2-Erfolg in Berlin


Laut Informationen der Sport Bild griffen die Verantwortlichen im Kampf um die Meisterschaft noch auf ein anderes Mittel zurück, um die Spieler zusätzlich zu motivieren. Der Sportzeitschrift zufolge stellten die Klubbosse der Mannschaft für einen Sieg in Berlin (26. Spieltag) eine Prämie in Aussicht. 


Die Schwarz-Gelben zeigten gegen ​Hertha BSC eine tolle Moral und setzten sich dank eines späten Treffers von Reus mit 3:2 durch. Für den Auswärtssieg wurde angeblich eine einmalige Zahlung in Höhe von einer Million Euro an die Mannschaft ausgeschüttet.