​RB Leipzig steht erstmals im DFB-Pokalfinale und unterstreicht auch in Hamburg die Topform im Jahr 2019. D​er ​HSV bot zwar einen lange Zeit packenden und intensiven Pokalfight, musste sich am Ende aber verdient geschlagen geben. Poulsen, ein Eigentor von Janjicic und Forsberg sorgten für die RB-Tore, Jatta hatte zwischenzeitlich mit einem herrlichen Treffer ausgeglichen.


50.000 Zuschauer, "Hamburg meine Perle" von Lotto King Karl, DFB-Pokalhalbfinale: Die Zutaten für einen packenden Abend im Volkspark waren gegeben - im typischen Pokalcharakter, heimischer Underdog und der Gast auf dem Papier als klarer Favorit.

Und es ging auch gleich munter los, in den Anfangsminuten wog die Partie hin und her. Der HSV wollte sich keinesfalls hinten einigeln, sondern suchte den Vorwärtsgang. Aber auch der Favorit aus Leipzig ließ sich nicht lange bitten.


Nach zwölf Minuten war dann RB-Angreifer Yussuf Poulsen zur Stelle. Nach einem Eckball von Marcel Halstenberg hatte der Däne gegen die Raumverteidigung des HSV keine Mühe den Ball einzunicken. Und eben jener Poulsen wäre in der 16. Minute beinahe erneut zur Stelle gewesen, sein Flachschuss landete aber nur am Innenpfosten. Timo Werner reagierte schnell, Pollersbeck konnte mit dem Fuß parieren, der Ball trudelte parallel zur Torlinie in Richtung zweiten Pfosten. Marcel Sabitzer schaffte es aber nicht mehr die Kugel rumzuziehen - und traf aus wenigen Zentimetern erneut nur das Gebälk.

Und dann war die Bühne eröffnet für Bakary Jatta. In der 23. Minute klaute er den Ball an der Außenlinie Gegenspieler Kevin Kampl, sah dass Peter Gulasci weit vor seinem Tor stand - und schlenzte den Ball herrlich über den RB-Keeper. Gulasci war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den herrlichen Treffer aber nicht mehr verhindern. 


In der Folge blieb es vor beiden Toren spannend. Während Werner gefährlich zum Abschluss kam, hatte Khaled Narey nach einer Flanke von Douglas Santos nach gut einer halben Stunde die Führung für den HSV auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig.


Kurz vor der Pause war es wieder Narey, der die Rothosen in Führung hätte bringen können. Doch frei vor Gulasci schob er den Ball am Tor vorbei. Der Schnittstellenpass kam vom eigentlichen Linksverteidiger Santos, der als verkappter Spielmacher aus dem Mittelfeldzentrum agierte.

​​Eigentor bringt Leipzig auf die Siegstraße


Auch der zweite Abschnitt begann temporeich, nach acht Minuten ging Leipzig erneut in Front. Poulsen legte per Volley vor der Torlinie quer, Unglücksrabe Vasilije Janjicic bugsierte den Ball vor dem einschussbereiten Emil Forsberg ins eigene Tor.


Der HSV versuchte in der Folge zwar zurückzukommen, die ganz großen Chancen ergaben sich aber nicht. In einem intensiven Spiel boten sich den Gästen mit zunehmender Dauer Räume. In der 69. Minute hätte Forsberg diese beinahe ausgenutzt, sein Direktschuss klatschte aber an die Latte - Alu-Treffer Nummer drei für RB.


Nur drei Minuten machte der Schwede es besser - 3:1 für Leipzig. Sein satter Fernschuss ins kurze Eck sorgte für die Entscheidung. Der HSV gab sich zwar nicht auf und kämpfte unermüdlich weiter, der Finaltraum rückte aber in immer weitere Ferne. Die Kraft der Wolf-Truppe schwand dabei merklich. So blieb es am Ende dabei, der HSV beendet eine tolle Pokal-Saison kurz vor dem Ziel, RB Leipzig darf weiter vom ersten Titel träumen und kann sich morgen Abend gemütlich auf dem Sofa den kommenden Finalgegner anschauen.