Die Erwartungen an Serge Gnabry waren vor der Saison eher moderat. Der FC Bayern München holte den Angreifer aus Hoffenheim zurück und wollte ihn langsam ins Team integrieren. Inzwischen hat sich Gnabry aber unverzichtbar gemacht und dabei sogar den Präsidenten des ​Rekordmeisters überrascht.


Seit fast drei Jahren spielt Serge Gnabry wieder in Deutschland. 2016 holte ihn der SV Werder Bremen vom FC Arsenal in die ​Bundesliga, seither schafft es der 23-Jährige, regelmäßig zu überzeugen. Er steht sogar kurz davor, in eine Riege ganz besonderer Akteure vorzustoßen. Denn er könnte zum dritten Mal hintereinander mindestens zehn Saisontore schießen. Und das sogar bei drei verschiedenen Klubs.


Nach der Saison in Bremen kaufte der FC Bayern den Offensivmann und lieh ihn nach Hoffenheim aus. Dort erzielte er zehn Saisontore. In Bremen zuvor waren es elf Treffer. Nun steht er beim Rekordmeister aus München bei aktuell neun Saisontoren. Ein Kunststück, was bislang nur zwei anderen Spielern gelang: Jürgen Wegmann und Erwin Kostedde, wie das Fachmagazin kicker erklärt.


Es beweist, wie stark sich der Nationalspieler in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Er ist ein Garant, der laut verschiedener Aussagen einiger Weggefährten und Trainer noch lange nicht am Zenit angekommen ist. Selbst Uli Hoeneß gerät ins Schwärmen, wenn er von Gnabry spricht. Im kicker wird Hoeneß folgendermaßen zitiert: „Wir dachten, na ja, den holen wir jetzt einmal zurück, und dann schauen wir, ob er hin und wieder spielt. Jetzt ist er Stammspieler, macht sehr viel Spaß und ist die größte Überraschung in dieser Saison, und zwar in positiver Hinsicht.“


Noch hat Gnabry vier Spiele in dieser Saison Zeit, die Zweistelligkeit erneut voll zu machen. Und selbst wenn das nicht funktionieren sollte, so zeigt sein Weg dennoch weiter nach oben. Denn der Nationalspieler trifft nicht nur in der Liga, sondern auch im Pokal. Insgesamt kommt er bei 36 Pflichtspieleinsätzen, die er bislang in München hatte, auf zwölf Treffer, drei davon im Pokal, und neun Assists. 21 Scorerpunkte bei 36 Auftritten in einer Premierensaison beim FC Bayern – keine so schlechte Ausbeute.