Der 1. FC Köln scheint den Wiederaufstieg in die Bundesliga relativ souverän zu meistern. Und dennoch zweifelt man in der Domstadt an Cheftrainer Markus Anfang. Sein Job beim Tabellenführer der zweiten Bundesliga ist alles andere als sicher.


Wer einen Blick auf die Tabelle wirft, der kann kaum glauben, dass beim 1. FC Köln dann doch einiges im Argen liegt. Mit einem Vorsprung von acht Punkten auf den Relegationsplatz, wird bei noch vier ausstehenden Spielen im Aufstiegsrennen in Köln nicht mehr viel anbrennen können. Und doch hegt man Zweifel an Cheftrainer Markus Anfang.


Denn ​die Ansprüche in Köln decken sich nicht mit denen eines normalen Zweitligisten. Nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga blieb der Kader zu großen Teilen bestehen, selbst Nationalspieler Jonas Hector trat den Gang in die Zweitklassigkeit mit den Geißböcken an. Und genau da scheint das Problem zu liegen.


Die Balance fehlt 


Mit den Worten "das machen die Stars", verweigerte ​Dominick Drexler nach der 3:0-Klatsche gegen Dresden ein Interview. Die Balance zwischen Topstars und Leistungsträgern aus dem nominellen zweiten Glied scheint nicht zu passen. Anfang coacht die Mannschaft zwar zum Aufstieg, nicht aber zu der erwarteten Souveränität.


Und der Aufstieg ist beim "effzeh" kein Ziel, sondern eine Zwischenstation. Die Domstädter wollen es sich so schnell wie möglich in der Bundesliga wieder gemütlich machen und in den nächsten Jahren nichts mehr mit dem Abstieg zu tun bekommen. Ob Trainer Markus Anfang der richtige für diesen Weg ist, wird sich zeigen - sein Job ist mit dem Aufstieg aber keinesfalls sicher.