Während sich der Meisterschaftskampf immer weiter zuspitzt, während der Kampf um Europa immer enger zugeht und während sich die Mannschaften im Keller mit immer weiteren Minusleistungen überbieten, geht völlig unter, dass am kommenden Wochenende das Revierderby ansteht. Abdou Diallo warnt eindringlich vor den kriselnden Schalkern und will diese keinesfalls unterschätzen.


​Borussia Dortmund bleibt nach dem 4:0 in Freiburg im Meisterschaftsrennen. Weiterhin trennen den BVB und den FC Bayern nur ein einziger Punkt. Noch ist alles drin für die Schwarz-Gelben. Nun aber steht das Revierderby gegen den ​FC Schalke 04 an. Ein Spiel, dass aufgrund der besonderen Umstände und der Atmosphäre kaum einen Favoriten zulässt. Daher ist auch für Abwehrspieler Abdou Diallo im Interview mit dem kicker höchste Vorsicht geboten.


Auf die Frage, wie er den kommenden Gegner einschätzt, erklärt er: „Bei einem verletzten Tier muss man immer auf der Hut sein, es ist meistens gefährlich. Mit diesem Spiel kann Schalke seine Saison retten. Sie werden alles geben, was sie haben, versuchen, 200 Prozent abzurufen. Wir müssen bereit sein und dem mit Präsenz entgegentreten.“ Tatsächlich dürfte die in dieser Saison viel gescholtene Gelsenkirchener Fanseele mit einem Sieg beim großen Rivalen zu großen Teilen besänftigt sein. Allerdings lieferten die Darbietungen der letzten Wochen wenig Anlass bei Königsblau, von einem Turnaround just in Dortmund auszugehen.


Dennoch will Diallo keinen Schlendrian aufkommen lassen und fordert einen Sieg, ganz egal, wie dieser zustande kommt. „Wie in jedem Derby wird es das Wichtigste sein, zu gewinnen. Wer redet da am Ende über die Art und Weise? Natürlich werden wir aber alles dafür tun, durch eine gute Spielweise zu gewinnen.“


Zumal so ein Sieg so kurz vor Ende der Saison im Derby noch mal einen besonderen Schub geben kann. Was beim Restprogramm des BVB vielleicht auch nötig sein wird. Denn die Westfalen müssen danach noch in Bremen und Gladbach antreten, zwischendurch ist die Düsseldorfer Fortuna zu Gast. Der FC Bayern hingegen muss zunächst gegen Nürnberg, dann gegen Hannover antreten, ehe mit RB Leipzig und Eintracht Frankfurt noch mal zwei schwere Brocken zum Ende der Saison anstehen.