Ein Rückblick: vor gerade mal zwei Wochen zertrümmerte der FC Bayern seinen großen Rivalen um die Meisterschaft, den ​BVB, mit 5:0. Die Meisterschaft schien entschieden. Doch zwei Spieltage später ist der Vorsprung der Münchener weiterhin nur hauchdünn. Und am kommenden Wochenende wartet jeweils ein Lokalderby auf die beiden Kontrahenten. 


Jetzt ist das mit den Derbys ja so eine Sache. Zwar spielt der ​FC Schalke 04 gerade eine der schlechtesten Saisons seit vielen, vielen Jahren. Doch die einem jeden Revier-Derby innewohnende Irrationalität will es, dass die "Knappen" sich am kommenden Samstag beinahe für alles, was sie in dieser Spielzeit verbockt haben, vollständig rehabilitieren können. Wenn sie den ungeliebten Nachbarn aus "Lüdenscheid-Nord" denn schlagen. Die aktuelle Form spricht jedenfalls klar für die Borussia. 


Ein Tag nach dem Revier-Derby steht in Nürnberg das Bayern-Derby an. Ein Blick auf die jüngste Statistik zeigt: immer wieder mal lassen die Münchener Federn im Frankenland. Von den letzten sieben Heimspielen gegen die Münchener, verloren die "Clubberer" nur zwei. Viermal endete der Kräftevergleich remis (jeweils 1:1) und einmal, wenn auch schon etwas länger her (Saison 2007/08), gewann der 1.FCN sogar (mit sage und schreibe 3:0). 


Eine Niederlage der Bayern wäre für einen Machtwechsel an der Spitze noch nicht mal von Nöten. Bei einem Unentschieden und gleichzeitigem Sieg der Borussen, wäre "Schwarz-Gelb" wieder vorn. Nach dem "Derby-Spieltag" warten dann ungleich verteilte Aufgaben: die Bayern empfangen den designierten Absteiger aus Hannover, die Borussen müssen nach Bremen. Sollte Dortmund auch nach diesem 32. Spieltag die Tabelle anführen, spricht das Restprogramm der letzten beiden Spieltage ebenfalls für die Dortmunder. So oder so - der kommende Spieltag könnte schon die Weichen für den kommenden Meister stellen. Das alleine ist nach Jahren der Langeweile schon eine gute Nachricht für den deutschen Fußball.