​Daniel Caligiuri versuchte sich am Wochenende ohne Erfolg gegen die 2:5-Niederlage seiner Schalker beim ​Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim zu stemmen. Nach der Partie zeigte sich der Mittelfeldspieler verständlicherweise sichtlich enttäuscht, wollte sich aber auch nicht von der aktuellen Situation unterkriegen zu lassen.


Dabei hatten die ​Königsblauen bei dem Spiel am Samstagabend zwischenzeitlich durch den verwandelten Elfmeter des 31-Jährigen zum 1:2 noch einmal Morgenluft gewittert. Gegenüber der WAZ sprach Caligiuri gar von einer regelrechten Aufbruchstimmung. "Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, die Fans waren voll da. Jeder Mitspieler, dem ich ins Gesicht geschaut habe, war entschlossen. Jeder wollte das Spiel unbedingt drehen", so der Deutsch-Italiener.

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Caligiuri bewies bei seinem verwandelten Elfer starke Nerven



Das kurze Zwischenhoch der Knappen währte jedoch nur fünf Minuten. Dann nämlich demonstrieren die Gäste aus dem Kraichgau erneut ihre Kaltschäuzigkeit vor dem Schalke-Gehäuse und markierten das vorentscheidende 3:1. Es folgten zwei weitere Buden und fluchtartige Szenen auf den Tribünen der Schalke-Anhänger. Die Reaktion der Fans war dabei nach Ansicht von Caligiuiri durchaus verständlich.


"Es tut uns leid. Wir machen das nicht mit Absicht. Wir wissen auch, dass wir das besser können, im Moment aber nicht umsetzen. Die Fans geben alles für uns, deshalb ist die Reaktion auf jeden Fall verständlich", so der Routinier. Dabei räumte er ein, dass das Dasein als Schalke-Profi derzeit "keinen Spaß" macht.


Laut Caligiuri habe aber vor allem der erneut unglückliche Spielverlauf eine große Rolle gespielt: "Wir waren am Drücker und müssen einfach das Tor schießen. Aber dann rennen wir nach dem gefühlt zweiten Torschuss der Hoffenheimer einem 0:2-Rückstand hinterher. Danach war es schwer, wieder zurückzukommen."

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Die Schalke-Anhänger müssen in dieser Saison eine Menge mitmachen



Nichtsdestotrotz glaubt der Mittelfeldakteur daran, dass selbst der letzte seiner Teamkollegen die brenzlige Lage mittlerweile erkannt hat. So gebe die Mannschaft im Training immer Vollgas und könne dabei sogar etwas Spaß entwickeln. Auf Pflichtspiele sei dies aber nicht immer so einfach zu übertragen, da vor allem nach Rückstanden die Köpfe schnell schwer werden.


Da die Konkurrenz im Tabellenkeller aber ebenfalls von einer Verlegenheit in die nächste stolpert, haben die Schalker mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz noch immer alles in der eigenen Hand. Um den Vorsprung auf die Konkurrenz zu wahren, sei nun jedoch vollster Einsatz Pflicht. 


"Jeder muss sich selbst an die Nase fassen und sich fragen, ob er alles raushaut für den Verein, ob er bis an die Grenzen geht. Das war ab dem 1:3 nicht mehr zu sehen. Danach haben wir uns aufgegeben", richtete sich Caliguiri direkt an seine Mannschaftskameraden.