Der 30. Bundesliga-Spieltag fand am Sonntagabend ein müdes Ende. Hertha BSC und ​Hannover 96 trennten sich nach 90 Minuten torlos - ein vor allem für Hannover nicht ausreichendes Ergebnis.


Die Hertha und Hannover 96 treten weiter auf der Stelle. Während die Saison für die Berliner sportlich gesehen ohnehin bereits gelaufen ist, taumelt Hannover mit der Nullnummer weiter dem Abstieg entgegen. Mit erst 15 Punkten fehlen den Niedersachsen nach 30 Spieltagen sechs Punkte zum Relegationsplatz, das rettende Ufer ist nur noch theoretisch erreichbar.


In Berlin erwartete - oder erhoffte man sich - eigentlich eine bissige, mutige Hannoveraner Mannschaft. Das Team von Thomas Doll trat allerdings wie in den letzten Wochen verunsichert, ideenlos und insgesamt trostlos auf. Die Hertha, für die in der Tabelle weder nach unten noch nach oben viel passieren kann, hatte mehr vom Spiel, wusste aber auch nicht wirklich zu überzeugen.


45 Minuten lang passierte wenig bis gar nichts. Die Hausherren hatten viel Ballbesitz, einen ordentlichen Ballvortrag gab es jedoch viel zu selten. Und Hannover? Die Gäste kamen kurz vor der Halbzeit zu einer dicken Chance, nach einer Ecke scheiterte Waldemar Anton jedoch an BSC-Keeper Rune Jarstein. Die beste Gelegenheit in einer zähen ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel begann Hannover dann doch etwas mutiger, stand höher und versuchte die "Alte Dame" unter Druck zu setzen. Nach 50 Minuten scheiterte Youngster Muslija nach Vorarbeit von Linton Maina aber erneut am starken Jarstein. Die Hertha antwortete wenige Minuten später: Vedad Ibisevic bediente Ondrej Duda stark, doch der Slowake setzte das Leder über die Querlatte.


Eine im zweiten Durchgang offener geführte Partie blieb aber insgesamt flach und chancenarm. Erst nach 75 Minuten konnte die Hertha wieder einen ernsthaften Akzent setzen, Kalous zu unplatzierter Schuss war jedoch kein Problem für Hannover-Schlussmann Esser. Die "Alte Dame" blieb jedoch dran und war in der Schlussphase die deutlich bessere Mannschaft; Selke vertendelte nach 80 Minuten jedoch die hundertprozentige Möglichkeit zur Führung.

Nach der durchaus mutigen Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit kam von den Gästen aus Hannover kaum noch etwas. Der Tabellenletzte fand nicht den gewünschten Zugriff auf die Partie und verpasste es, im Abstiegskampf ein (vielleicht letztes) Lebenszeichen zu setzen. Die Nullnummer in Berlin war nichts für's Auge - und bringt weder die Hertha, noch - und vor allem - Hannover 96 weiter.