​Schalkes Interims-Trainer Huub Stevens trifft nach der deftigen 2:5-Niederlage gegen ​TSG Hoffenheim harte Konsequenzen. Für seine Spieler streicht er die freien Tage über Ostern und hat die letzten Saisonspiele im Fokus. Auch spricht er weiter von seiner bisher schwierigsten Aufgabe.


Der "Knurrer von Kerkrade" war nach dem Spiel bekanntermaßen mies gelaunt. Er sah kein gutes Spiel von seiner ​Schalker Mannschaft, die schon in der ersten Halbzeit geschlagen schien. Allzu viel Positives nimmt er aus der Pleite auch nicht mit, seinen Frust ließ er nun an seinen Spielern aus. Der Osterurlaub wurde gestrichen, damit sich die Mannschaft auf die kommenden, intensiven Schlusswochen vorbereiten kann.


Eine Situation wie diese hatte Stevens schon vor seinem Interims-Job erwartet: „Ich habe nicht umsonst gesagt, dass dies meine schwierigste Aufgabe ist. Wenn jemand die Situation unterschätzt, ist er hier nicht richtig.“ Der Niederländer wusste also immer von der Schwierigkeit der Situation, nahm sich der Aufgabe aber trotzdem an. Dafür verlang er aber auch den vollen Einsatz seiner Schützlinge.


Schalke hat Probleme mit der Kopfsache


Dabei stimmt aber vor allem die mentale Einstellung der Knappen nicht, was er laut transfermarkt.de bestätigt: „Wenn es zwischen den Ohren nicht gut sitzt, dann geht es auch in die Beine.“ Deswegen wollte er den Fokus der Spieler für die nächsten Wochen komplett auf den Fußball lenken und sah den gestrichenen Urlaub nicht nur als Strafe an. Wirklich gerechtfertigt wäre er aber auch nicht gewesen. 


„Ich hätte der Mannschaft gerne über Ostern freigegeben, doch das hat sie sich leider nicht verdient. Wir müssen das Spiel aufarbeiten und dann ab Dienstag wieder voll ins Training gehen, um uns dann gut auf Dortmund vorzubereiten.“ Eben dieses wichtige Spiel könnte eines der wegweisendsten Duelle dieser Saison werden. Es geht sowohl um Punkte für den Abstiegskampf, als auch um Prestige im legendären Revierderby gegen den BVB.


Am nächsten Wochenende muss Königsblau nach Dortmund reisen und sich erneut beweisen. Das Restprogramm der ​Liga beinhaltet dann auch noch zwei wichtige Duelle gegen direkte Konkurrenten, denn Schalke spielt noch gegen ​Augsburg​Leverkusen und ​Stuttgart. Das Ziel ist dabei klar: der Nichtabstieg soll so souverän wie möglich erreicht werden, um die Saison halbwegs versöhnlich abzuschließen.

Abdou Diallo,Weston McKennie

Gelingt Schalke im Revierderby die Revanche?



Dafür dürfen die Köpfe aber nicht "nach unten" gehen, wie sie das gegen Hoffenheim taten. Die Spieler scheinen selbst in einer Art Teufelskreis zu stecken und finden auf Rückschläge keine guten Reaktionen. Nur selten kam man in dieser Saison nach einem Rückstand zurück in die Partie. Deswegen freut sich Stevens auf das Revierderby auch eher verhalten: „Ich freue mich so. Wir müssen da hin, und wir müssen dort auch spielen. Glauben Sie mir: Ich habe so viele Gefühle. Derby ist doch super – aber ich hätte es lieber etwas anders gehabt.“


Die letzten Wochen in dieser Saison könnten für Schalke noch einmal ganz wichtig werden. Trainer Huub Stevens geht es einzig und allein um die Erreichung des Minimalziels, dafür fordert er aber auch Opfer. Wie es in der nächsten Saison weitergeht, ist aber noch nicht klar, für den Niederländer zählt nur der Rest dieses Jahres. "Jedes der kommenden vier Spiele ist schwierig für uns." Nach Aufbruchsstimmung klingt das zumindest nicht.