Renato Sanches erwägt einen Abschied vom ​FC Bayern München. Drei Wochen, nachdem der portugiesische Mittelfeldspieler erstmals seinem Unmut über die mangelnde Spielzeit in seiner zweiten vollen Saison beim Rekordmeister ​freien Lauf ließ, sprach er nach dem knappen 1:0-Erfolg über Werder Bremen erstmals öffentlich von einem möglichen Wechsel.


​Es war wieder mal ein Bundesliga-Samstag, den Renato Sanches überwiegend auf der Bank verbrachte. Der einstige 35-Millionen-Euro-Transfer vom Sommer 2016 kommt auch unter Niko Kovac nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus, sammelte in 16 Bundesliga-Einsätzen gerade einmal 515 Einsatzminuten und stand letztmals beim 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf im November vergangenen Jahres in der Startelf.

Seither erhielt er lediglich Kurzeinsätze, die Konkurrenz hat die Nase klar vorn. Sanches ist unzufrieden, beschwerte sich unter anderem über die mangelnde Kommunikation des Trainers, und erwägt daher einen Abschied vom Rekordmeister. Nachdem bereits vermeldet wurde, dass die Verantwortlichen nach einem möglichen Abnehmer für ein Leihgeschäft suchen, erklärte der Spieler selbst am Samstagnachmittag: "Ob eine Leihe oder ein Verkauf besser ist, werden wir sehen" (via Sport Bild).


Unabhängig davon, wo er im Sommer landen wird, will er in jedem Fall mehr Spielpraxis sammeln: "Ich möchte mehr spielen. Fünf Minuten sind nicht genug."


​​Trotz des angepeilten Umbruchs dürfte sich nichts daran ändern, dass Sanches in München keine Rolle spielt. Die Konkurrenz wird aufgrund der Rückkehr von Corentin Tolisso automatisch größer, Neuzugänge sind auf dieser Position nicht geplant. Ein Abgang scheint daher nur die logische Folge, wenn er künftig beim Rekordmeister - oder doch bei einem anderen Klub - eine wichtigere Rolle einnehmen will.