Noch bis Saisonende ist Matheus Pereira von Sporting Lissabon an den ​1. FC Nürnberg verliehen. Wenn es nach Sportvorstand Robert Palicuka geht, soll der 22-Jährige auch über den Sommer hinaus für die abstiegsgefährdeten Franken auflaufen, wie er gegenüber Bild erklärte.


Speziell in den vergangenen Wochen gehörte Pereira zu den Gewinnern unter Interimstrainer Boris Schommers. Sowohl beim 3:0 über den FC Augsburg als auch beim Remis gegen den VfB Stuttgart eine Woche später erzielte der Portugiese je ein Tor, beim 1:1 im Kellerduell gegen den FC Schalke lieferte er seinen zweiten Assist in dieser Saison.


In Lissabon steht Pereira noch bis 2022 unter Vertrag, die Ausstiegsklausel beträgt 60 Millionen Euro. Doch nicht nur deshalb gilt ein Verbleib in Nürnberg als fraglich, laut Palicuka wäre dieser für den Spieler jedoch sinnvoll: "Matheus hat lange gebraucht, um beim Club anzukommen. Deswegen wäre für seine Entwicklung ein erneuter Vereinswechsel nicht sehr hilfreich", sagte er im Gespräch mit Bild

Matheus Pereira

   Soll ein weiteres Jahr beim Club bleiben: Matheus Pereira.

 

Die Bestrebungen der Nürnberger sind daher klar: "Auch wenn er jetzt in den Notizblöcken vieler Klubs steht, will ich trotzdem versuchen, ihm einen Verbleib beim Club schmackhaft zu machen." Was dabei helfen könnte: Palicuka und Pereira kennen sich bereits aus der Vergangenheit. Im Sommer 2017 wollte er den Offensivspieler nach Fortuna Düsseldorf locken, ein Transfer kam allerdings nicht zustande. "Es ist richtig, dass ich Pereira und seinen Vater schon seit gut drei Jahren kenne. Ich hatte Vater und Sohn bereits ein Flugticket geschickt, um einen Vertrag in Düsseldorf zu unterschreiben. Dann blieb Pereira leider in Portugal. Trotzdem riss der Kontakt auch danach nie ab", so Palicuka.


Die Gespräche über einen Verbleib laufen "auf Hochtouren", auch im Falle des voraussichtlichen Abstiegs soll sich an den Verhandlungen nichts ändern. Pereira soll noch ein weiteres Jahr ausgeliehen werden, um weiter Spielpraxis zu sammeln und seine positive Entwicklung der vergangenen Wochen fortzusetzen.