Seit einigen Wochen ist Huub Stevens der neue Trainer auf Schalke. Auch unter ihm hat sich die Mannschaft im Abstiegskampf bislang nicht stabilisieren können. Mit ein wenig Abstand sprach er bei Eurosport noch mal über Vorgänger Domenico Tedesco und das es die Schuld des Teams ist, dass er gehen musste.


Der ​FC Schalke 04 steckt auch nach dem Trainerwechsel von Domenico Tedesco zu Huub Stevens weiterhin im Abstiegskampf. Auch der Niederländer hat es bislang nicht geschafft, den Negativsog zu brechen und Punkte zu holen. Daher nahm er nun im Nachhinein seinen Vorgänger Domenico Tedesco in einem Interview mit Eurosport noch mal in Schutz.


Gegenüber dem Sportsender erklärte Stevens: „Er hat es mit dieser Mannschaft nicht hinbekommen, ein Team zu formen, das erfolgreich war. Es hat ein Jahr funktioniert, aber dann ist es ihm entglitten. Ich arbeite jetzt mit der Mannschaft und ich kann mir vorstellen, dass es für einen jungen Trainer sehr schwierig war, mit einer solchen Mannschaft zu arbeiten.“ Ein deutliches Zeichen von Stevens in Richtung Mannschaft, dass es auch dort Defizite gibt.


„Da kann er aber nichts dafür. Da waren anderen Leute dafür verantwortlich, die Dinge nicht eingesehen und anders gedacht haben. Es wurden Fehler gemacht, die nicht am Trainer festgemacht werden können. Das ist schade“, fuhr Stevens fort. Ebenfalls ein indirekter Hinweis auf das Missverhältnis mit dem ehemaligen Sportvorstand Christian Heidel.


Doch auch sich selbst nahm Stevens bei der Kritik nicht aus. „Vielleicht war auch ich in bestimmten Momenten nicht da. Ein erfahrener Trainer, der bekommt das schon hin. Aber ein junger Trainer braucht die Unterstützung. Und die haben wir ihm nicht gegeben. Dafür müssen wir uns alle an der eigenen Nase packen“, war der 65-Jährige auch selbstkritisch.


Abschließend erklärte der Niederländer, dass die Tür für Tedesco, bei dem er sich aktuell ebenfalls Rat hole, beim FC Schalke nie zu sei. „Ich habe da keine Bedenken. Ob das auf Schalke ist oder woanders. Domenico ist ein guter Trainer, das habe ich immer gesagt. Und das bleibt auch so. Eine Rückkehr auf Schalke ist nicht einfach, ich denke, dass dafür eine gewisse Zeit verstreichen muss. Aber warum nicht?“


Für die Gelsenkirchener geht es am späten Samstagabend weiter, wenn Schalke auf die ​TSG Hoffenheim trifft. Dort trifft dann auch Stevens auf sein Ex-Team. Vor Schalke war seine letzte Station bei den Sinsheimern, die um den Einzug ins internationale Geschäft kämpfen.