​Der ​VfL Wolfsburg hat sich in der jüngsten Vergangenheit als gute Anlaufstation für vielversprechende Talente aus den Benelux-Ländern entpuppt. Auch in der kommenden Saison könnte womöglich ein weiterer hoch veranlagter Spieler den Sprung zu den Niedersachsen wagen. Die Rede ist vom belgischen Linksaußen ​Leandro Trossard.


Bereits vor rund zwei Wochen berichtete der kicker über ein angebliches Interesse an dem 24-Jährigen. Bislang hat sich dem Vernehmen nach jedoch noch nichts Konkretes ergeben. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass die Wölfe noch immer keinen neuen Trainer für die kommende Spielzeit präsentieren konnten und daher noch unklar ist, für welche taktische Herangehensweise der VfL in Zukunft stehen wird.

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Leandro Trossard zeichnet sich durch seine große Dynamik aus


Aktuell geht der Flügelflitzer für den belgischen Tabellenführer KRC Genk auf Torejagd und war dabei in 23 Ligaeinsätzen an 15 Treffern direkt beteiligt. Zuletzt führte der Belgier seine Mannschaft dabei sogar als Kapitän auf den Rasen und gilt spätestens seit dieser Spielzeit als eines der größten Talente der Jupiler Pro League. Trotz bis 2021 datiertem Vertrag, könnte die Zeit für einen weiteren Karriereschritt daher reif sein.


Dies scheint auch sein Berater Josy Comhair längst akzeptiert zu haben und so erklärte der Funktionär nun gegenüber den Het Laatste Nieuws, dass sein Schützling für den nächsten Schritt bereit sei. Doch anstatt einzig und allein auf eine stolze Ablösesumme aus zu sein, hat Comhair offenbar auch eine positive Langzeitentwicklung seines Offensiv-Juwels im Auge.

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Kevin de Bruyne entwickelte sich beim VfL Wolfsburg einst prächtig


​So riet er seinem Spieler von einem Wechsel zu einem Klub wie dem 
​FC Arsenal ab. Auch die Gunners sollen zuletzt an dem Rechtsfuß gebaggert haben. Ein Sprung zum Europa-League-Halbfinalisten dürfte für den ehrgeizigen Genk-Profi aber wohl noch zu früh kommen. Um sein volles Potenzial entfalten zu können, böte sich vielmehr ein Zwischenschritt bei einem nicht ganz so renommierten Klub an.


"Arsenal? Vielleicht wäre es besser, wenn er erst ein oder zwei Jahre bei einem Verein wie Wolfsburg gespielt hätte. ​De Bruyne hat das auch getan. Die Entscheidung, die er jetzt trifft, wird sehr wichtig", so der Manager. Für ein Butterbrot wird ihn Genk aber keinesfalls ziehen lassen, weshalb Comhair erklärte, dass er sich einen Wechsel erst ab einer Größenordnung von 20 Millionen Euro vorstellen könnte. In der Vereinsgeschichte der Niedersachsen gingen die Klub-Bosse bislang jedoch insgesamt erst drei Mal über diese Schmerzgrenze.