Jobina Lahr,Sara Doorsoun

Die größten Kuriositäten im Frauenfußball

Nur noch wenige Wochen, dann steht in Frankreich die Fußballweltmeisterschaft der Frauen an. Während die Vorbereitungen auf das Turnier in die heiße Phase gehen, zeigen wir euch einige Kuriositäten aus der Welt des Frauenfußballs.   

6. Äquatorialguinea ist für die WM in Frankreich gesperrt

Als zweimaliger Afrika-Champion ist Äquatorialguinea für das Turnier in Frankreich ebenso gesperrt wie für die kommenden Olympischen Spiele im Sommer 2020. Der Grund: Es wurden Passfälschungen und falsche Spieleridentitäten bei einigen Spielerinnen festgestellt, zudem soll die Mannschaft bereits vor einigen Jahren mit zehn Spielerinnen aufgelaufen sein, die allesamt in Brasilien geboren wurden.   

5. Der Iran läuft mit acht männlichen Spielern auf

Im September 2015 berichtete der englische Telegraph, dass im Nationalteam des Iran acht Spielerinnen männlich waren. Diese warteten noch auf eine Geschlechtsumwandlung, was im iranischen Staat vollkommen akzeptiert wird, wie es ferner heißt, allerdings wurde dem Verband damit „unethisches Verhalten“ vorgeworfen. Von weiteren Sanktionen ist hingegen nichts bekannt.   

4. Joseph Blatter gefangen im Sexismus

Es ist fünfzehn Jahre her, da versuchte Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter bereits, den Frauenfußball für andere Werbefelder zu öffnen. Allerdings mit einer Art und Weise, die heutzutage einen Shitstorm nach sich ziehen würde, der sich gewaschen hätte. So forderte er die Spielerinnen etwa auf, in Hot Pants zu spielen, um mehr Zuschauer anzulocken. Auch ging er fälschlicherweise davon aus, dass der Ball im Frauenfußball leichter wäre, als bei den Herren. Glücklicherweise ist Blatter aber ebenso Geschichte, wie der Vorschlag der knappen Bekleidung.   

3. Das legendäre Kaffeeservice

Die Geschichte ist inzwischen 30 Jahre her und hat einen langen Bart. Dennoch kann man sie nicht oft genug erzählen. Für den Gewinn der Europameisterschaft 1989 bekamen die DFB-Frauen eine Prämie. Allerdings war die Prämie weit entfernt von den monetären Zuwendungen, die die Herren zu jener Zeit für einen Gewinn eines solchen Pokals schon bekamen. Für die Damen war es dann ein Kaffeeservice mit blauen und roten Blüten als Dankeschön. Die Krönung des Ganzen war, dass es sich dabei sogar um 1b-Ware gehandelt haben soll.   

2. „Soccer“ in den USA ein Frauensport

In den Vereinigten Staaten ist das Verhältnis zum Fußball gänzlich anders. Während dort Football mit der NFL, Basketball in der NBA und Eishockey mit der NHL den Großteil des Interesses aufsaugen, ebenso wie Baseball in der MLB, gilt Fußball, wie er hierzulande gespielt wird, auf der anderen Seite vom großen Teich als Frauensport. In den USA spielen mehr Frauen als Männer Fußball, weshalb sie den Sport dort dominieren.     

1. Norwegische Männer verzichten auf Geld für „equal pay“

Im Herbst 2017 veröffentlichte der Spiegel eine Meldung, wonach in Norwegen erstmals Spielerinnen das gleiche Gehalt beziehen sollen, wie ihre männlichen Kollegen. Dabei ging es um die Entschädigungszahlungen der Nationalspielerinnen, die von dort an genau so viel erhalten sollten, wie die Herren. Dafür steuerten auch die Männer einen ordentlichen Teil mit bei. Von 640.000 Euro im Jahr gaben die Männer gut 60.000 Euro mit dazu, aus einem Budgettopf für Werbeaktivitäten.