Der ​FC Bayern München konnte am Sonntag einen souveränen 4:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf einfahren. Dabei mussten die Münchner jedoch eine Verletzung von ​Manuel Neuer beklagen. Nur kurz darauf lieferten die Vereinsärzte des deutschen Rekordmeisters eine offizielle Diagnose. Dem Vernehmen nach könnte sich die dabei vorhergesagte Ausfallzeit des Schlussmanns jedoch noch verlängern.


Der 33-Jährige war bereits in der Vergangenheit nicht gerade vom Glück verfolgt gewesen. Aufgrund der Folgen eines Mittelfußbruchs verpasse Neuer fast die komplette Vor-Saison. In der Hinrunde der aktuellen Spielzeit wurde die fehlende Spielpraxis des Weltmeisters von 2014 offensichtlich. Als der Torhüter in der zweiten Saisonhälfte endlich in Fahrt zu kommen schien wurde er bereits von zwei kleineren Beschwerden ausgebremst. Nun musste der Keeper ​am Sonntag erneut vorzeitig in der 53. Spielminute ausgewechselt werden.

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Manuel Neuer wird in den kommenden Wochen durch Sven Ulreich vertreten


Da auch den Medien und den Bayern-Anhänger die lange Ausfallzeit im Vorjahr im Gedächtnis geblieben ist, sorgt jede kleinere Verletzung der Torhüterikone mittlerweile für ein kollektives Zusammenzucken der Republik. Dabei werden häufig weitaus schlimmere Verletzungen vermutet, als sich im Endeffekt herausstellen. So auch am Sonntag, als so mancher Experte zunächst von einem Bündelriss bei der Nummer Eins der Bayern ausging.


Bei der um circa 23 Uhr veröffentlichte Mitteilung der Münchner wurde jedoch schnell klar gestellt, dass es sich lediglich um einen Faserriss handelt. Um das leidige Dauerthema des immer verletzungsanfälligeren Schlussmanns nicht zu groß werden zu lassen, entschied man sich dabei von Seiten des Tabellenführers proakitv zu werden. So bezifferte man die prognostizierte Ausfallzeit des Schlussmann in der Verkündung auf 14 Tage.

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Manuel Neuer will sich von dem erneuten Rückschlag nicht unterkriegen lassen


Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, soll man intern jedoch von einer Ausfallzeit von bis zu drei Wochen ausgehen. Als realistisches Ziel einer Rückkehr soll daher die wichtige Begegnung am 33. Spieltag gegen RB Leipzig angepeilt werden. Auf Instagram zeigte sich Neuer selbst bereits optimistisch und erklärte, dass er davon ausgehe "im Endspurt wieder im Tor zu stehen". 


Die Vergangenheit lehrte jedoch bereits, dass selbst die ausgewiesenen Fachmänner beim FC Bayern München nicht vor ungenauen Diagnosen gefeilt sind. So hatte man in der Vor-Saison mit einer deutlich rascheren Rückkehr des gebürtigen Gelsenkircheners gerechnet. Schlussendlich machte Neuer jedoch in der Rückrunde kein einziges Spiel mehr.