Die Saison des ​FC Schalke 04 verlief bislang alles andere als optimal. Aus dem Vizemeister des vergangenen Jahres wurde ein Klub, der selbst nach dem 29. Spieltag weiterhin um den Klassenerhalt bangen muss. Einer der wenigen Gewinner dieser Spielzeit ist die neue Nummer Eins ​Alexander Nübel. Der Torhüter denkt nun offenbar darüber nach, ob Schalke auch weiterhin der richtige Verein für ihn ist.​


Dem erst 22-jährigen Schlussmann gelang es bereits unter Ex-Trainer Domenico Tedesco innerhalb dieser Saison den Mannschaftskapitän Ralf Fährmann aus dem Gehäuse der Knappen zu verdrängen. Auch Interimscoach ​Huub Stevens schenkte dem Youngster nach seiner Amtsübernahme das Vertrauen und die Schalke-Bosse würden auch in Zukunft gerne auf den deutschen U21-Nationalspieler setzen.

Alexander Nubel

Alexander Nübel wird häufig mit Nationalkeeper Manuel Neuer verglichen


Da die starken Leistungen des Schlussmanns auch der Ligakonkurrenz nicht verborgen geblieben sind, werkeln die Kaderplaner des Traditonsvereins rund um den neuen Sportvorstand ​Jochen Schneider bereits seit geraumer Zeit an einem neuen Vertragsangebot für Nübel. Das Arbeitspapier des 1,93-Meter-Hünen läuft schließlich bereits im Sommer 2020 aus. 


Gegenüber der BILD machte Schneider unlängst keinen Hehl daraus, dass Nübel als echte Säule für die Zukunft eingeplant ist. "Wir tun alles dafür, damit Alex langfristig bleibt. Er soll eines der neuen Gesichter auf Schalke werden", so der 48-Jährige. Laut dem Bericht des Boulevardblatts, lässt der hoch veranlagte Torhüter die Schalke-Verantwortliche aber weiter zappeln und will sich zu keiner vorschnellen Entscheidung drängen lassen.

Jochen Schneider

Jochen Schneider möchte Alexander Nübel vom Schalker Weg überzeugen


Ob Nübel sich einen dauerhaften Verbleib bei den Königsblauen vorstellen kann, dürfte mit Sicherheit mit der sportlichen Perspektive zusammenhängen. Auf Sicht sieht der Karriereplan des ehrgeizigen Profis eine dauerhafte Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb vor. Mehrere Klubs sollen daher bereits die Chance wittern, den gebürtigen Paderborner vom in diesem Jahr so enttäuschenden Ruhrpottverein loszueisen.


Aktuell möchte sich Nübel mit seiner Karriereplanung aber nicht intensiv beschäftigen und vertagt daher die Entscheidung auf den Sommer. Vielmehr gilt es zunächst den Klassenerhalt mit Schalke perfekt zu machen. Danach steht für den Shootingstar zwischen den Pfosten die U21-Europameisterschaft an. Weiß das Schalke-Juwel auch dort zu überzeugen, dürfte sein Marktwert noch einmal deutlich steigen. Ob dies auch den Knappen zum Vorteil gereichen würde, darf bezweifelt werden.