​Jochen Schneider übernahm am 5. März das Amt des Sportvorstands beim ​FC Schalke 04. Seitdem hat der 48-Jährige alle Hände voll zu tun, gilt es doch neben der aktuell brenzligen sportlichen Situation auch die Planungen für die Zukunft in Angriff zu nehmen. Bei der ​Suche nach einem neuen Sportdirektor will der Funktionär aber weiterhin nicht in Aktionismus verfallen.


Seit Wochen machen auf Schalke mehrere hoffnungsvolle Kandidaten die Runde. Die Suche nach einem neuen Kaderplaner gestaltet sich aber auch bei den Königsblauen als nicht so einfach. So galt zuletzt allem Anschein nach etwa Christoph Metzelder als Favorit. Nach ​großen Protesten der Ultras nahm man jedoch wohl wieder Abstand von dem ehemaligen Profi.

Jochen Schneider

Jochen Schneider lässt sich nicht aus der Ruhe bringen



Dass die Knappen noch immer keinen neuen Sportdirektor präsentieren konnten, dürfte auch mit der aktuellen Schieflage des gesamten Vereins zusammenhängen. So gab auch die Mannschaft am Freitagabend beim 1:1-Remis gegen den 1. FC Nürnberg einen fast schon bemitleidenswerten Eindruck ab und verspricht für den kommenden Mann nicht gerade ein einfaches Arbeitsumfeld.


Dessen ist sich auch Schneider bewusst, der laut der WAZ einräumte, dass der Traditionsverein derzeit "kein wunderschönes Bewerbungsschreiben" abgebe. Im gleichen Atemzug legte der gebürtige Schwabe aber auch Wert darauf, zu unterstreichen, dass Schalke trotzdem einen "unglaublich großen Reiz" ausstrahle. "Und die Chance, aus dieser Situation wieder etwas Positives aufzubauen, ist unbestritten da. Das überwiegt. Da wird kein potenzieller Kandidat, egal, für welche Position, sagen: da will ich nicht hin!", so Schneider.


Noch befindet sich aber auch der ehemalige Leipziger bei seinem neuen Klub in einer Art Findungsphase und will sich daher noch immer kein endgültiges Fazit erlauben. Vielmehr bittet Schneider um Ruhe und warnt davor, in Aktionismus zu verfallen. "Ob wir den Trainer oder den Sportdirektor am 13. April oder am 23. April oder am 3. Mai haben, ändert an der Situation hier jetzt nullkommanull. Ich wiederhole mich gerne: Da geht Qualität vor Zeit", so der Heidel-Nachfolger.