Dem FC Augsburg gelingt im Abstiegskampf beim Debüt von Trainer Martin Schmidt ein Befreiungsschlag. Der FCA setzt sich bei Eintracht Frankfurt mit 3:1 durch und fügt der SGE die zweite Pleite in vier Tagen zu. Erneut muss die Eintracht lange in Unterzahl agieren.


Die favorisierten Hausherren begannen wie gewohnt mit viel Druck: ​Luka Jovic in der vierten Minute hatte die erste Gelegenheit: Nach einer Flanke von da Costa setzte der umworbene Serbe den Ball aber über das ​FCA-Gehäuse.


In der vierzehnten Minute ging die Eintracht dann doch in Führung. Filip Kostic konnte unbedrängt flanken und fand den Portugiesen Goncalo Paciencia im Strafraum, der sich gegen Rani Khedira durchsetzen konnte und zum 1:0 für die ​SGE einköpfte. Bereits die elfte Torvorlage von Kostic.


In der 26. Minuten war dann für Martin Hinteregger gegen seine Ex-Kollegen Schluss. Der Österreicher musste wegen einer Oberschenkelverhärtung vom Feld.


Wenig später - auch in Frankfurt gab es den fast schon obligatorischen VAR-Fall wegen eines Handspiels im Strafraum. Khedira blockte eine Flanke ab und bekam den Ball dabei an den Arm. Sebastian Dankert schaute sich die Szene an, gab den Elfmeter aber nicht. Auch Spieler-Sicht: Zum Glück! Eine Absicht war nie und nimmer vorhanden, es gab aber schon wegen weniger Handelfmeter.


Nach rund einer halben Stunde kam Augsburg dann zum Ausgleich. Marko Richter setzte sich im Eintracht-Sechzehner stark durch und schob den Ball unhaltbar an Trapp vorbei ins lange Eck - 1:1. Der etwas überraschende Ausgleich.

Als beide Teams schon fast in der Halbzeit waren, schlug erneut Richter zu. Dieses Mal von der Sechzehnerkante ins rechte Eck. Wieder hatte Trapp im SGE-Gehäuse keine Abwehrchance. Und so ging es mit der Augsburger Führung in die Kabine.


Frankfurt wieder in Unterzahl


Nach dem Seitenwechsel der nächste Schock für die Eintracht. Gelb-verwarnt ging Gelson Fernandes zu hart in einen Zweikampf mit Jonathan Schmid und wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Wie schon in Lissabon musste die SGE erneut lange mit zehn Mann auskommen.


Dennoch drängte Frankfurt auf den Ausgleichstreffer, lief aber immer wieder in Augsburger Konter. Der FCA verpasste es allerdings, aus den Chancen eine beruhigendere Führung zu machen.


Bei den Hausherren merkte man mit zunehmender Spieldauer die Strapazen der letzten Wochen an. Mehrmals scheiterte man aus aussichtsreicher Position in letzter Sekunde an Khedira. Der Block gegen Rebic in der 70. Minute war dabei eine Monster-Rettungstat des FCA-Verteidigers.


In der 84. Minute mussten sich die Eintracht-Anhänger dann endgültig von der Ungeschlagen-Serie auch in der Bundesliga verabschieden. Michael Gregoritsch machte mit dem 3:1 den "Deckel drauf". Wieder hatte Richter zuvor seine Füße im Spiel.