Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf warteten alle gespannt auf die Aussagen von Niko Kovac zur ​Trainingsrauferei zwischen Lewandowski und Coman. Das war auch dem ​FCB-Trainer wohl bewusst - und startete die Presserunde mit einem Statement.


​"Gestern gab es einen Trainingsvorfall, den ich kommentieren möchte: Es kam zu einer Handgreiflichkeit, von den namentlich bereits genannten Spielern. Wir haben uns zu dritt unterhalten nach dem Training. Beide haben sich entschuldigt und waren einsichtig. Aus diesem Grund gibt es auch keine Geldstrafe. Damit ist das Thema ad acta gelegt."


So startete Niko Kovac die PK vor dem Spiel gegen Düsseldorf. Weitere Nachfragen zum Trainingszoff zwischen Robert Lewandowski und Kingsley Coman wollte er nicht beantworten. ​Was der Auslöser gewesen sei? "Training", ließ sich Kovac noch entlocken. "Da sind Emotionen im Spiel. Aber man kann es auch positiv sehen, wir leben noch", erklärte der Bayern-Coach mit einem Lächeln.

Auch im Anschluss war Niko Kovac sehr darauf bedacht, sich "auf das Wesentliche" zu konzentrieren, "den Fußball". Gerüchte, Social-Media-Aktionen seiner Spieler und anderes außerhalb des Platzes wolle er in Zukunft nicht mehr kommentieren. Genau wie die kritischen Aussagen von Karl-Heinz Rumenigge zu seiner Person: "Ich kann nicht zu allem meinen Senf dazugeben. Und werde das auch nicht mehr machen. Ich bin hier angestellt, um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mein Beruf wird zur Nebensächlichkeit. Das will ich ändern", so Kovac.


Ribery in Düsseldorf nicht dabei


Dann wurde sich tatsächlich noch auf das Wesentliche konzentriert - das Auswärtsspiel in Düsseldorf (Sonntag, 15.30 Uhr). Dazu gab Kovac ein Personal-Update: "Alphonso Davies ist wieder bereit, im Spieltagskader zu stehen. Franck Ribery ist jetzt seit drei Tagen krank. Bei ihm reicht es nicht fürs Spiel am Sonntag." Daneben fallen auch Corentin Tolisso und Arjen Robben weiter aus.


Nach der Gala gegen den BVB will man sich für das Hinspiel-Remis bei der Fortuna rächen. "Das muss der Anspruch von jedem Spieler sein. Jeder muss sich selbst pushen", appellierte er an sein Team. "Es ist nur ein Punkt", hielt Kovac fest, "wir wollen es jetzt nicht mehr hergeben. Wenn wir alle sechs Spiele gewinnen, kann der BVB machen was er will."