​​Ron-Robert Zieler ist in dieser Saison wahrlich nicht zu beneiden, schließlich stellt der ​VfB Stuttgart mit bereits 60 kassierten Gegentoren die zweitschwächste Defensive der Bundesliga. Der erfahrene Torhüter weiß dennoch, was er an dem Traditionsverein hat und so kann er sich offenbar einen Verbleib im Ländle vorstellen. 


Das aktuelle Arbeitspapier des 30-Jährigen läuft im Sommer 2020 aus - bislang wurde der Vertrag mit dem Routinier nicht vorzeitig verlängert. Ex-Sportvorstand Michael Reschke hatte in der Vergangenheit jedoch den Eindruck erweckt, gerne weiter mit dem gebürtigen Kölner zusammenzuarbeiten. "Bis jetzt haben keine Gespräche stattgefunden. Von Michael Rescke habe ich klare Signale bekommen, dass sich der Verein vorstellen kann, zu verlängern", so Zieler gegenüber Spox und Goal

Ron-Robert Zieler

Ron-Robert Zieler kann insgesamt bereits 247 Bundesligaspiele vorweisen



Dass der ehemalige Kaderplaner des FC Bayern München mittlerweile seinen Hut nehmen musste und durch ​Thomas Hitzlsperger ersetzt wurde, könnte die Karten aber neu mischen. So erklärte der sechsfache deutsche Nationalspieler zwar, dass er sich in Stuttgart "trotz der schweren Situation sehr wohl" fühle, konkrete Gespräche habe es mit dem Reschke-Nachfolger aber noch nicht gegeben. Dies sei aber kaum verwunderlich, schließlich stehe "natürlich auch der Klassenerhalt im Vordergrund".


Die Zukunft von Zieler am Neckar dürfte wohl mit Sicherheit mit der sportlichen Perspektive für die kommenden Jahre zusammenhängen. So gilt es als eher unwahrscheinlich, dass der erfahrene Schlussmann auch bei einem Abstieg in die zweite Liga in Stuttgart bleiben würde. Im Alter von 30 Jahren gilt es für den Torhüter, die letzten Karrierejahre sinnvoll zu planen, eine Ehrenrunde in den Niederungen des deutschen Fußballs dürfte dabei nicht unbedingt eingeplant sein.

Thomas Hitzlsperger

Thomas Hitzlsperger will keine voreiligen Entscheidungen treffen



Da aber auch Zielers Leistungen in dieser Saison durchaus Luft nach oben offen ließen, könnten auch die Verantwortlichen des VfB über einen Neuanfang zwischen den Pfosten nachdenken. Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, ob Trainer Markus Weinzierl auch in der kommenden Saison die Geschicke bei den Schwaben leiten darf.