​Durch drei Niederlagen in Folge hat sich ​Bayer 04 Leverkusen zuletzt im Kampf um den Einzug in die Champions League nicht gut positionieren können. Die Qualifikation für die Königsklasse wäre für die Leverkusener aber von elementarer Bedeutung, gilt es doch Shootingstars wie ​Julian Brandt von einem Verbleib zu überzeugen. Wie es nach der Saison weiter geht, will der Nationalspieler erst nach der Saison entscheiden.


Als der neue Trainer ​Peter Bosz in der Winterpause das Zepter von seinem Vorgänger Heiko Herrlich übernahm, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es folgten sechs Siege aus acht Partien und plötzlich galt die Champions-League-Qualifikation wieder als realistisches Ziel. Zuletzt scheiterten die hoch veranlagten Leverkusener aber immer wieder an ihrer desaströsen Chancenverwertung.


Rein spielerisch wusste die Werkself aber auch bei Misserfolgen häufig zu überzeugen. Julian Brandt war dabei oft einer der auffälligsten Spieler und konnte in der zweiten Saisonhälfte mittlerweile bereits elf Torbeteiligungen beisteuern. Kein Wunder also, dass der 22-Jährige bei mehreren internationalen Topklubs auf dem Wunschzettel steht, zumal er seinen Klub aufgrund einer Sonderklausel bereits für die verhältnismäßig winzige Summe von 25 Millionen Euro verlassen dürfte. 

1. FSV Mainz 05 v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Julian Brandt spielt in der Rückrunde groß auf


An den Gerüchten um seine Person will sich Brandt aber auch weiterhin nicht beteiligen und kündigte nach einer Trainingseinheit am Montag daher die Marschroute bis zum Saisonende an. "Vor dem 18. Mai gibt es von mir gar nichts, da gibt es keine Entscheidung", so der Linksaußen gegenüber der BILD.


Dabei weiß auch der 24-fache deutsche Nationalspieler, dass dadurch die Diskussion um seine Person munter weiter gehen wird. Dennoch wolle er sich in der wichtigen Saisonphase aufs Wesentliche konzentrieren. "Die restliche Saison ist mir zu wichtig, als dass ich mich mit anderen Sachen beschäftige", so Brandt.


Der Youngster beteuerte, dass für ihn "der Verein und das Hier und Jetzt" zu wichtig seien, um sich während der Saison über andere Sachen Gedanken zu machen. "Wenn ich mich nur noch damit beschäftigen würde, dann würde meine Leistung darunter leiden. Das hätte der Verein nicht verdient, der mir über die Jahre sehr viel Vertrauen geschenkt hat. Das werde ich nicht machen und so sind wir verblieben", so der begehrte Offensivspieler.

Kai Havertz

Auch Kai Havertz hat die Qual der Wahl


Nicht nur die Zukunft von Julian Brandt dürfte von einem positiven Ausgang der Saison abhängig sein. Auch Mittelfeldspieler ​Kai Havertz wird aktuell von halb Europa gejagt, ließ sich bislang aber ebenfalls noch nicht in die Karten schauen. Mit einem Einzug in die Europa League dürften sich aber wohl beide kaum abspeisen lassen. 


Auch den Bayer-Bossen rund um Sportvorstand ​Rudi Völler bleibt also aktuell wohl nichts anderes übrig als abzuwarten und es so wie Brandt und Havertz zu halten. "Kai hat das ganz gut gesagt: Wir spielen die Saison zu Ende und schauen, wie wir und der Verein stehen", so Brandt, der sich nicht zu Unrecht in einer komfortablen Vertragsposition sieht.