​Beim ​Bundesl​iga-Spiel gegen ​Eintracht Frankfurt kam es in der Kurve der ​Schalke-Fans kurz vor Schluss zu einem schockierenden Vorfall. Nachdem Schalke in Rückstand geraten war, ließ ein Zuschauer seiner Wut freien Lauf und schimpfte in übelster Weise auf das Schiedsrichter-Gespann ab. Antisemitische und rassistische Drohungen waren ebenso Teil der Pöbelei, die umstehenden Fans reagierten aber vorbildhaft.


Es war die Entscheidung in einer umkämpften und spannenden Partie. In der 99. Minute sorgte Luka Jović per umstrittenen Elfmeter zur Entscheidung. Auch der Videobeweis wurde zu Rate gezogen, doch dass Schalke dadurch ein wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenerhalt entging, brachte einen Zuschauer zur Weißglut.


In einem Video, das kurz nach dem Spiel auftauchte, ist eine unfassbare Schimpftirade eines Individuums aus der Nordkurve zu sehen. Wie die Bild berichtet, waren auch rassistische Äußerungen ein Teil der Wutrede. Vor allem gegen den DFB und das Schiedsrichtergespann richtete er seine Worte, die auszüglich wie folgt lauten: "Ihr scheiß DFB-Hurensöhne. Euch werden wir alle umbringen, ihr kleinen Hurensöhne."

Mit rassistischen Drohungen erreichte seine Polterei den Höhepunkt. "Schafft die Scheiße ab, sonst werdet ihr alle vergast." Das menschenverachtende Verhalten wurde von den umstehenden Fans dokumentiert. Außerdem berichteten sie der Polizei gleich nach dem Spiel von dem unglaublichen Vorfall. 


Langjährige Haftstrafe sowie ein Vereins-Verbot drohen


Die Behörden ermitteln nun gegen den Wutredner. Wegen einer Verletzung der Menschenwürde und des Volksverhetzungsgesetzes droht dem Zuschauer nun ein Prozess mit einer langen Haftstrafe. Die schockierten Schalke-Fans baten auch den Verein darum, rechtliche Schritte einzuleiten. So ist auch ein lebenslanger Vereins-Ausschluss nur eine Frage der Zeit. 


Die Reaktionen vieler Schalker fällt eindeutig aus. Man schämt sich enorm für diesen Widerling und spricht sich deutlich gegen rassistische Äußerungen aus. Dass solche Gedanken und Drohungen in der heutigen Zeit noch so an der Tagesordnung sind, ist sowieso ein Unding sondergleichen. Für Schalke rückt nun aber wieder das Sportliche in den Vordergrund, wird sich jedoch nicht nur seit dem Vorfall weiterhin eindeutig gegen Rassismus aussprechen.