​Seit Mitte Dezember liegt ​Hannove​rs Lebensversicherung Niclas Füllkrug mit einem Knorpelschaden auf Eis. An eine Rückkehr ist momentan nicht zu denken, und trotzdem könnte der Angreifer in der ersten Liga bleiben. Laut Bild-Informationen ist der ​SV Werder Bremen an einer Rückholaktion interessiert.


In der letzten Saison zeigte Füllkrug, dass er bei Hannover 96 eigentlich unersetzbar ist - vor allem er leistete damals mit 14 Toren einen großen Anteil am Klassenerhalt. In dieser Saison ist aber alles anders, denn durch eine schwerwiegende Knieverletzung konnte er in der aktuellen Spielzeit nur 13 Mal für die Hannoveraner auflaufen und 96 ist prompt Tabellenletzter.


Es war also nicht die Saison von Füllkrug, der trotz eines drohenden Abstiegs in der ​ersten Bundesliga bleiben will. Wie die Bild berichtet, hat sich Werder Bremen in den letzten Tagen nämlich intensiv mit einem Transfer des 26-Jährigen beschäftigt. Vorerst bleibt allerdings noch vieles im Hintergrund, wie auch 96-Manager Horst Heldt bestätigt: "Ich möchte zu dem Verein nichts sagen, aber ich sitze nicht immer nur am Schreibtisch rum..."

Gerhard Zuber,Horst Heldt

Hannovers Manager Horst Heldt sieht keine Chance auf einen Verbleib



So liegt es also nun bei Werder, ob man den Wechsel realisieren will, von Hannover wird kaum Gegenwehr erwartet. Denn Füllkrug will im Falle eines Abstiegs definitiv weg, auch wenn er noch einen Vertrag bis 2022 hat. Um sich die Dienste des Angreifers zu sichern, müsste Werder wohl etwa acht Millionen Euro an Hannover überweisen. Ursprünglich bewegte sich die Forderung der 96er im Bereich von zwölf Millionen, die Verletzung des Angreifers dämpfte aber die Preiserwartung.


Ein anderer Verein ist noch keine Option


Dass er zu einem anderen Verein, oder sogar ins Ausland wechseln wird, ist derzeit keine Option. In Bremen soll Füllkrug nun bis 2023 unterschreiben. Es wäre eine persönliche Rückkehr, spielte er doch mehr als fünf Jahre in Werders Jugend. Auch kennt er den derzeitigen Trainer Florian Kohfeldt aus seiner Vergangenheit ganz genau. Doch das gewisse Risiko wegen seiner Verletzung besteht immer noch und ein genaues Comeback ist noch nicht bekannt.


Werder hat es nun in der Hand, ob man einen gestandenen und erfahrenen Bundesligaspieler für dieses Geld an die Weser locken will. Sollte man sich für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, täte eine Verstärkung für den Kader nicht schlecht - die Leistungsdichte im Werder-Sturm ist dennoch enorm. Für Frank Baumann werden es noch spannende Wochen, in denen es auch um die Zukunft des unglücklichen Niclas Füllkrug geht.