Seit einigen Wochen kokettiert Real Madrids Innenverteidiger Raphael Varane mit einem Abgang im kommenden Sommer. Weil der alte neue Trainer Zinedine Zidane seinen Landsmann unbedingt bei Real halten will, soll nun ein Angebot mit einer deutlichen Gehaltserhöhung folgen.


Es ist ein Umstand, den sie in Madrid einfach nicht gewohnt sind. Ein Spieler, der freiwillig und aus eigenem Willen heraus den Verein verlassen will? Man mag es kaum glauben, doch Raphael Varane, 25 Jahre alt, Weltmeister mit Frankreich und Innenverteidiger bei ​Real Madrid, scheint keine Lust mehr auf den Klub zu haben. Anders sind seine Aussagen, die von einer Trennung im Sommer sprechen, kaum zu deuten.

Wird hier aber nur gepokert, oder hat Varane wirklich die Faxen dicke? Sportlich wäre es tatsächlich verständlich, denn nicht erst seit dem 1:2 in Valencia unter der Woche ist klar, dass mit Madrid in diesem Jahr kein Titel mehr zu holen ist. In der Königsklasse schied die Mannschaft, die in dieser Saison bereits zwei Trainer verschließen hat, im Achtelfinale aus. In der Meisterschaft ist schon seit Wochen klar, dass der ​FC Barcelona uneinholbar davongezogen ist und im Pokal musste man sich vom Erzrivalen im eigenen Stadion demütigen lassen.


Daher ist es leicht vorstellbar, dass auch Varane einen Tapetenwechsel vorzieht. Sein Vertrag endet erst 2022, doch laut Medienberichten soll man bereits den Plan gefasst haben, spätestens im kommenden Jahr mit einem neuen Vertragsangebot an ihn heranzutreten. Dennoch locken aktuell Interessenten aus Manchester von United und aus Paris von PSG mit einem möglichen Kauf.

Um Varane den Verbleib in Madrid schmackhaft zu machen, will man dem Franzosen nun eine Gehaltserhöhung anbieten. Wie die spanische AS schreibt, sollen seine Bezüge von aktuell sechs auf neun Millionen angehoben werden, womit er zu den Topverdienern bei Real aufsteigen würde. Allerdings wäre man nicht Real Madrid, hätte man nicht auch schon einen Plan B in der Tasche.


Für den Fall, dass Varane tatsächlich „Non!“ sagen würde, könnte Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel nachrücken, wie es weiter heißt. Eine weitere Alternative wäre Jose Gimenez von Liga- und Stadtrivale Atletico Madrid.