Der Kontrakt von Max Kruse an der Weser läuft bekanntlich im Sommer aus. Bis jetzt hat sich der Angreifer noch nicht über seine Zukunft geäußert. Offenbar könnte auch ​Borussia Mönchengladbach, Kruses Ex-Klub, an einer Rückkehraktion basteln. Ausgerechnet vor diesem Hintergrund empfangen die Fohlen am Sonntag Kruse und ​Werder Bremen im Borussia-Park.  


Laut Express soll eine Rückkehr von Kruse zu Borussia Mönchengladbach weiter im Gespräch sein. Bereits von 2013 bis 2015 war der 31-Jährige für Gladbach aktiv. Kruse erzielte damals in 77 Pflichtspielen 25 Tore und legte weitere 22 Torvorlagen auf. Nur seine Statistiken bei Bremen (33 Treffer, 30 Vorlagen in 88 Pflichtspielen) übertreffen seine Gladbach-Zeit. 


Gladbach-Keeper Yann Sommer lobte seinen Ex-Teamkollegen Kruse in höchsten Tönen: "Mit Max Kruse hat Bremen ein Aushängeschild, das wir sehr gut kennen. Max hat ein unglaublich gutes Gespür dafür, in welche Räume er gehen muss, und weiß genau, wie man die Mannschaft auf dem Platz steuern muss", erklärte der Torhüter: "Er ist ein echter Leader und nur sehr schwierig zu verteidigen. Einen solchen Spieler aus dem Spiel zu nehmen, das ist immer wieder eine große Herausforderung", betonte Sommer vor dem anstehenden Duell am Sonntag gegen Werder Bremen (18.00 Uhr). 


Kruse und Co. kommen als Team der Stunde nach Gladbach. Die letzten drei Bundesligaspiele konnte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt für sich entscheiden. Am Mittwoch besiegte man den FC Schalke 04 im DFB-Pokal und qualifizierte sich somit für das Halbfinale. Beste Voraussetzungen also, um die Jagd nach Europa fortzusetzen. 


Auf der anderen Seite befindet sich die Mannschaft von Noch-Trainer Dieter Hecking in ihrer ersten Saisonkrise. Am 20. Spieltag stand die Borussia noch kurzzeitig auf Platz zwei. Knapp zwei Monate später ist das Team auf Rang fünf abgerutscht, mit nur noch fünf Zählern Vorsprung auf Werder. 


Stechen um Europa


Sollte Werder also einen Dreier holen, wären es nur noch zwei Punkte Differenz. Mit Hinblick auf die unterschiedlichen Formkurven beider Teams scheint dieses Szenario nicht unrealistisch. Bremen wird vor allem wieder auf die spielerischen, raumdeuterischen und läuferischen Qualitäten von Kruse bauen, welcher ​in den letzten fünf Bundesligaspielen überragende sechs Tore und vier Vorlagen auf dem Statistikbogen stehen hat. 


"Wenn es Werder nach Europa schafft, müsste eigentlich schon ein internationaler Topclub anklopfen, um den 31-Jährigen aus Bremen wegzulocken", vermutet die Deichstube. Aktuell liegt Bremen auf Platz sechs. Zwar sitzen die punktgleichen Wolfsburger, Leverkusener und knapp dahinter Hoffenheim im Nacken, jedoch haben Kohfeldts Jungs selbstverständlich eine breite Brust. Die Tendenz der letzten Wochen ist positiv. Und Max Kruse steht dabei sinnbildlich für den Aufwärtstrend.