Er ist gekommen, um den ​VfB Stuttgart vor dem Abstieg zu retten, so ganz will die Mission von Markus Weinzierl aber auch nach inzwischen 21 Partien nicht hinhauen. Weil die Schwaben immer noch im Abstiegskampf stecken und auf dem Relegationsplatz stehen, wurde wohl bereits über einen möglichen Nachfolger diskutiert. Eine Tatsache, die nicht spurlos am Coach vorbei zu gehen scheint.


Zwanzig Spiele hat Markus Weinzierl bereits als Trainer vom VfB Stuttgart an der Seitenlinie gestanden, seine Bilanz ist allerdings mit „unglücklich“ noch charmant formuliert. Denn der gebürtige Straubinger hat einen Punkteschnitt von gerade mal 0,75 pro Spiel, konnte lediglich vier Spiele siegreich gestalten, drei endeten Remis, 13 wiederum verlor er als Trainer beim VfB. Dabei war er eigentlich geholt worden, um die Schwaben in ruhigere Fahrwasser zu führen.


Nun, da es auf das Saisonfinale zu geht und der VfB immer noch knietief im Abstiegskampf steckt, muss man seine Mission allerdings als wohl gescheitert ansehen. Das jedoch bereits über einen Nachfolger diskutiert wird, hilft der Sache und auch dem aktuellen Trainer eher weniger. Im Fachmagazin kicker wird er mit den Worten zitiert: „Wenn ich sagen würde, es ist mir wurscht, würde ich lügen. Mich mit Spekulationen auseinanderzusetzen, wäre aber auch nicht richtig.“


Angeblich ist der Klub an Oliver Glasner, dem Trainer des österreichischen Klubs LASK Linz, dran. Weinzierl aber hat noch einen Vertrag bis 2020, allerdings nur für die erste Liga. Dennoch gibt er sich kämpferisch und erklärt weiter: „Ich konzentriere mich auf die Mannschaft, auf die Spiele, auf die Stimmung im Stadion. Mir macht die Mannschaft und wie sie agiert, auch wenn sie in Frankfurt 0:3 verliert, Spaß. Ich merke, dass die Spieler mitziehen, dass sie wollen. Es gibt eine positive Entwicklung, die wir jetzt mit Punkten untermauern wollen. Ich habe einen Vertrag bis 2020. Sonst gibt es nichts zu sagen.“


Siege dürften am Ende weiterhelfen, doch die sind bislang rar gesät. Ob der VfB allerdings den nächsten Trainer vor die Türe setzen will, dem er entweder eine Abfindung zahlen muss, oder ihn bei einer Beurlaubung weiter das Gehalt spendiert, ist fraglich. Mit dem Duell gegen den ​1. FC Nürnberg am kommenden Samstag kann Weinzierl jedenfalls weitere Argumente für seine Person sammeln