​Trotz einer starken Saison ist die Zukunft von ​Werders Außenverteidiger Ludwig Augustinsson noch nicht eindeutig geklärt. Auf seiner Position hat der SVW nämlich durchaus noch andere Kandidaten und mit einem möglichen Verkauf des Schweden könnte man andere Teile des Kaders verstärken. Auf Bremen wartet ein spannender Sommer.


Ludwig Augustinsson ist bei Werder ein absoluter Dauerläufer. In dieser Saison verpasste er noch kein Spiel, nur 22 Minuten stand er nicht auf dem Feld. Seine linke Seite beackert der Verteidiger vorbildlich und sorgt somit nicht nur in der Defensive für Stabilität. Auch in der Vorwärtsbewegung bringt er immer wieder Abwechslung ins Spiel des SVW, so dass er in der ​Bundesliga schon ein Tor und vier Vorlagen beisteuern konnte.

Christian Pulisic,Augustinsson

Augustinsson ist in dieser Saison eine feste Größe



Eigentlich ist auf der linken Verteidigerposition bei Werder alles geklärt. Denn zudem besitzt der Schwede noch einen Vertrag bis 2022 und würde somit noch lange an der Weser bleiben. Und doch gibt es noch ein paar Fragezeichen hinter der Zukunft des 24-Jährigen, mit seinen guten Leistungen weckte er natürlich auch das Interesse von anderen Vereinen.


Normalerweise würde man einen Spieler wie ihn allerdings nicht einfach verkaufen. Bei Werder ist die Situation aber ein bisschen anders. Denn obwohl man mit Augustinsson einen sicheren Kandidaten für die Zukunft hätte, könnte ein Verkauf vielleicht noch mehr helfen. Für den Schweden ist sicher eine Ablösesumme im zweistelligen Millionenbereich gerechtfertigt und in Bremen ist man auf der Position auch gut aufgestellt.


Talente drängen auf Spielzeit


Mit Marco Friedl steht nur ein Name in den Startlöchern, der sich Woche für Woche mehr zu festigen scheint. Erst im Pokal konnte der junge Österreicher gegen ​Schalke sein Potential unter Beweis stellen, sodass er beim SVW sicherlich ein Mann für die Zukunft ist. Zudem hat man mit Jan-Niklas Beste und Thore Jacobsen zwei weitere, vielversprechende Talente in den eigenen Reihen.


Beste kam erst im Sommer aus ​Dortmund und lief in der Saison nur in der Regionalliga auf. Dass er aber auf lange Sicht das Zeug für die Profimannschaft hat, ist für die Verantwortlichen klar. So könnte es also tatsächlich passieren, dass Werder Augustinsson bei einem passenden Angebot ziehen lässt. Mit dem Geld könnte man andere Mannschaftsteile verstärken, was vor allem bei einer Europa-Teilnahme von Vorteil wäre.


Wie sich der SVW also im Sommer entscheiden wird, ist noch unklar. Es spricht aber nicht viel dagegen, dass Werder eher defensiv plant und weiter am Schweden festhält. Mit Augustinsson hat man nämlich einen gestandenen und immer noch lernfähigen Verteidiger im Kader. Die Frage bleibt aber weiter, wie Bremen mit seinen vielen Talenten verweilt. So oder so könnte der Sommer richtungsweisend für die nächsten Jahre sein.