​Der SV Werder Bremen ist als letzter Klub ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim FC Schalke setzte sich das Team von Florian Kohfeldt mit 2:0 durch.


In der ersten Hälfte bot sich den Zuschauern in der ausverkauften Veltins Arena ein recht langweiliges Spiel. Torszenen waren nahezu Mangelware, viele Nickligkeiten und Fehlpässe bestimmten das Geschehen. Einziger echter Aufreger war ein vermeintliches Foul von Werder-Keeper Jiri Pavlenka, der bei einer Eins-gegen-eins-Situation mit Breel Embolo jedoch deutlich zuerst den Ball spielte - die Elfmeter-Forderungen der ​S04-Anhänger wurden somit zurecht nicht von Schiedsrichter Deniz Aytekin erfüllt.


Nach der Pause kam endlich etwas Leben ins Spiel, was vor allem an den Gästen aus Bremen lag, die mutiger in der Offensive auftraten. Das erste Ausrufezeichen setzten allerdings die Knappen - doch Guido Burgstaller scheiterte nach einer Ecke am Pfosten (52.'). Auf der Gegenseite machte es Milot Rashica in der 65. Minute deutlich besser, als er einen sehenswerten Distanzschuss ins königsblaue Tor ballerte und den SVW mit 1:0 in Führung brachte. Kurz zuvor gab es allerdings erneut eine strittige Szene im Strafraum der ​Werderaner: Burgstaller fiel vor dem Tor über den zuvor gestolperten Nuri Sahin - Aytekin ließ jedoch weiterlaufen.

Nur wenige Minuten nach dem 1:0 machte Davy Klaassen dann bereits den Deckel drauf. Nach einem tollen Spielzug verwertete der Niederländer eine Flanke von Ludwig Augustinsson per Direktnahme und sehr sehenswert zum 2:0 (72.'). Danach war die Moral der Gastgeber, die offensiv viel zu harmlos agierten, gebrochen. In der 90. Minute sah Sahin zwar noch die Gelb-Rote Karte, doch bis zum Schlusspfiff passierte nichts mehr.