Die Zeit von Roman Neustädter bei ​Schalke 04 liegt inzwischen schon etwas länger zurück, allerdings gibt es Verbindungen bis in die heutige Spielzeit. Denn der Mittelfeldspieler überraschte im Interview mit dem kicker mit einigen pikanten Aussagen zu seinen Verhandlungen mit dem damals neuen Manager Christian Heidel.


Roman Neustädter spielte von 2012 bis 2016 beim FC Schalke 04 und wurde in dieser Zeit Vierter, Dritter, Sechster und Fünfter. Eine Konstellation und Konstanz, von der sie in Gelsenkirchen aktuell nur träumen können. Mit ihm zog der Klub zweimal in die ​Königsklasse und zweimal in die Europa League ein. Das internationale Geschäft war keine Ausnahme, sondern die Regel auf Schalke. Das alles unter einem Horst Heldt, dem bis heute vorgeworfen wird, keine vernünftigen Transfers auf Schalke abgewickelt und keine gute Arbeit bei Königsblau geleistet zu haben.


Dann aber kam Christian Heidel nach Schalke. Mit dem Ex-Mainzer sollte alles besser werden. Der Rest ist Geschichte, aktuell kämpft der Revierklub ums Überleben in der ​Bundesliga. Auch für Roman Neustädter war es eine Zäsur und er sah den Zeitpunkt gekommen, die Knappen zu verlassen. Allerdings hat daran einen großen Anteil Heldts Nachfolger Heidel, wie der 31-Jährige nun im Interview mit dem kicker erklärte.

Roman Neustaedter

Die "Pott-Palme" beklagte sich im kicker über Christian Heidel und dessen Art


Auf die Frage, ob er gerne auf Schalke geblieben wäre, antwortete er: „Ich hatte von Horst Heldt noch ein Vertragsangebot vorliegen. Als Christian Heidel übernommen hat, habe ich mich einmal mit ihm in Mainz getroffen und ihm das Angebot vorgelegt. Er sagte, er würde auf mich zurückkommen. Dann kam ewig lange keine Antwort, auf einmal war schon die EM und ich habe mich dazu entschlossen, das zu vergessen. Ich war keine 18 mehr und das musste ich mir dann nicht antun. Man kann anrufen und sagen 'Das war's' oder 'Wir planen nicht mit dir'. Ich bin nicht nachtragend, aber man sollte offen und ehrlich miteinander sein.“


Aussagen, die auch im Nachhinein kein gutes Licht auf den ehemaligen Schalker Manager werfen, der inzwischen schon wieder Geschichte bei Königsblau ist. Nachdem zunächst eine Ablösung am Saisonende erfolgen sollte, wurde er bereits am 14. März von sämtlichen Aufgaben entbunden und durch ​Jochen Schneider ersetzt. Seinen Wechsel in die Türkei zu Fenerbahce aber bezeichnet Neustädter inzwischen als „beste Entscheidung in meinem Fußball-Leben“.