​Der ​FC Bayern München versucht weiterhin mit Nachdruck die Kaderplanung für die kommende Saison voranzutreiben. Dabei soll nach der Verpflichtung von Atletico-Verteidiger Lucas Hernandez die Messe noch lange nicht gelesen sein. Beim Transferziel ​Nicolas Pepe von OSC Lille müssen sich die Bayern-Bosse aber wohl noch etwas in Geduld üben.


Bereits seit geraumer Zeit macht der Name des ivorischen Angreifers an der Säbener Straße die Runde. Kein Wunder, schließlich spielt der 23-Jährige bei seinem aktuellen Arbeitgeber in der Ligue 1 groß auf und so war er in 29 Ligaspielen bereits an starken 27 Treffern direkt beteiligt. Durch seine große Effektivität war der Angreifer dabei maßgeblich daran beteiligt, dass Lille auf einem guten Kurs ist, sich für die Champions League zu qualifizieren.

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Nicolas Pepe (links) ist nur schwer zu stoppen



Noch ist aber weiterhin unklar, ob der französische Erstligist auch in der kommenden Spielzeit auf den Shootingstar bauen kann. Der Vertrag von Pepe läuft zwar erst im Sommer 2022 aus, neben den Bayern sollen aber auch weitere internationale Spitzenklubs bereits ihr Interesse hinterlegt haben. 


In der Zeitung La Voix du Nord sprach Klub-Boss Gerard Lopez nun jedoch ein unmissverständliches Machtwort. "Wir haben uns entschieden, keine Gespräche zu führen - sei es mit Klubs oder Spielerberatern. Bis Mitte Mai wird Ruhe herrschen", so der 47-Jährige. Anstatt sich mit einem möglichen Abgang zu beschäftigen, soll sich der Offensivspieler auch in den kommenden Monaten voll und ganz auf seine Aufgaben für die Nordfranzosen konzentrieren und mithelfen, den zweiten Platz hinter Serienmeister Paris Saint-Germain zu festigen.


Gegenüber Canal+ ließ Pepe selbst seine Zukunft zuletzt völlig offen und erklärte, dass er "keine Präferenzen" habe und sich alle Ligen anschaue. Aber auch einen Verbleib in Lille könne er sich durchaus vorstellen. Hauptansprechpartner in Sachen Vertragsgespräche seien aber ohnehin seine Berater. "Meine Berater kümmern sich um die Angelegenheiten, ich bin auf das aufregende Saisonende fokussiert", so der Rechtsaußen.


Angesprochen auf eine ​angebliche Kontaktaufnahme seitens der Bayern, zeigte sich der elffache Nationalspieler der Elfenbeinküste so wendig wie bei seinen spektakulären Dribblings und hielt sich bewusst vage. "Wenn der richtige Moment gekommen ist, werde ich mich entscheiden. Ob es Kontakt mit dem FC Bayern gab? Sicher nicht mit mir", so Pepe. Womöglich klingelte das Telefon seiner Berater jedoch bereits mehrfach.